Bayerischer Club zeichnet Abiturientin aus
Elisa Osterode erhält Preis für gute Seminararbeit in Chemie
Die Preise des Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur werden im Jahr 2011 gleich doppelt verliehen: Prof. Albert Scharf, Präsident des Clubs, hat am Dienstag im Maximilianeum in München 15 bayerische Abiturienten des G9 und des G8 für ihre herausragenden Fach- oder Seminararbeiten ausgezeichnet. Aus dem Kreis dieser Bezirkssieger wurde jeweils ein Abiturient jedes Jahrgangs mit dem Landespreis prämiert. Die Sieger auf Bezirksebene erhalten für ihre Arbeit jeweils 750 Euro als Preisgeld. Die Leistungen der Landessieger werden mit jeweils 1500 Euro belohnt.
Auch Elisa Osterode vom Veit-Höser-Gymnasium in Bogen war unter den Preisträgern für ihre Seminararbeit "Von der Pflanze in den Tank - Fermentation von Zuckerhirse zu Bioethanol" im Fach Chemie.
"Der Preis des Bayerischen Clubs fördert die Auseinandersetzung junger Menschen mit der bayerischen Kultur", betonte Kultusstaatssekretär Bernd Sibler in seinem Grußwort anlässlich der Feierlichkeiten."Denn nur wer um seine eigenen Wurzeln weiß, kann Identität gewinnen." Sibler zeigte sich beeindruckt vom hohen Niveau der ingereichten Arbeiten. Gemeinsam mit dem Bayerischen Club hatte das Kultusministerium die aus allen Regierungsbezirken Bayerns stammenden Preisträger ausgewählt. Bei den Preisträgern handelt es sich um Abiturienten, die zugleich aufgrund ihrer herausragenden schulischen Leistungen zur Begabtenprüfung zugelassen worden sind.
Landtagspräsidentin Barbara Stamm lobte die Bandbreite der Themen, die die Vielfältigkeit Bayerns widerspiegelten. Die unterschiedlichen Themen der prämierten Arbeiten handeln "Von der Pflanze in den Tank - Fermentation von Zuckerhirse zu Bioethanol", von den Münchner Unternehmen Alois Dallmayr und Ludwig Beck als Beispiele unternehmerischer Erfolgsgeschichten oder von Nasen, einer gefährdeten Fischart, die im Teichwirtschaftlichen Lehr- und Beispielsbetrieb
Maidbronn in Unterfranken nachgezüchtet wird.
(Bogener Zeitung v. 16.11.2011)
Kurze Erklärung zum Thema der Seminararbeit: Die landwirtschaftliche Nutzung des Bodens hat in Bayern eine jahrtausend Jahre lange Tradition. Die Auswahl des Saatgutes, die Bearbeitung der landwirtschaftlichen Flächen, der Anbau, die Pflege und die Ernte stellten und stellen für viele Menschen in Bayern nicht nur eine Einkommensquelle sondern auch eine Lebensaufgabe dar. In entscheidender Art und Weise wurde dadurch die Kultur in Bayern mitgeprägt. Auch im Jahre 2011 ist die Frage nach der Art der Nutzung dieser wertvollen Böden (immer noch) aktuell. So ist es nun möglich, durch den Anbau von zuckerhaltigen Pflanzen und anschließenden Prozessen, Bioethanol herzustellen, so dass ein Teil der benötigten Energie über nachwachsende Rohstoffe abgedeckt werden kann.
Im Rahmen des W-Seminars „Die vielfältige Welt der Alkohole“ im Fachbereich Chemie fertigte die Schülerin Elisa Osterode ihre Seminararbeit mit dem Thema „Zucker in den Tank – Fermentation von Zuckerhirse zu Bioethanol“ an. Hierbei wurden landwirtschaftliche, gesellschaftliche, biologische und chemische Aspekte aufgegriffen, äußerst umfangreich beschrieben und mit zahlreichen eigenen Forschungsreihen untermauert.
(W. Gasparics)
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