Konferenz der Tiere - Ein Musical voller Ideen, Tanz und Musik
Bogen. ( dw) Am Donnertag Abend war Showtime am Veit – Höser- Gymnasium: Eingetaucht in eine faszinierende Welt voller Fantasie und Spannung, erlebte das zahlreiche Publikum in der Dreifachturnhalle des VHG eine Musical-Premiere voller Ideen, Tanz und mitreißender Musik. Das Musiktheater unter der Leitung von Hans Sagstetter präsentierte, eingebettet in die farbenprächtige Welt Afrikas, das Stück „Konferenz der Tiere“, dessen Drehbuch die Oberstufenschülerin Sonja Bartek aus der Q11 verfasst hatte. Die von Annabelle Junker geführte Tanz – AG bezauberte mit erstklassigen Darbietungen. Alles in allem eine von Schulleiter Helmut Dietl schon in seinen Willkommensworten als „grandiose Meisterleistung“ bezeichnete Aufführung, die immer wieder Szenenapplaus herausforderte, der sich zum Schluss zu stehenden Ovationen steigerte. Die über 120 mitwirkenden Schülerinnen und Schüler aus allen Klassen –beeindruckend temperamentvoll integriert darin die beiden Lehrer Georg Tomys und Simon Wech - zeigten in einem wahren Feuerwerk, welche Talente in ihnen steckten. Ob schauspielerisch, gesanglich, instrumental oder bei Gestaltung von Bühnenbild und Programmheft, bei Schminke, Kostümen und Technik: alles verwoben in eine Geschichte, in der allein die Tiere ein Rezept für die Lösung der unsere Erde zerstörenden Probleme hatten. Voller Schwung dazu die aus einer Mischung von Pop, unvergessenen Melodien und Songs bekannter Hit- Musicals, wie aus dem „König der Löwen“, und original afrikanischen Rhythmen bestehende Musik. Die Einspielungen dazu immer wieder arrangiert von den Instrumentalisten der Band mit E-Gitarre, Klavier, Keyboard, Saxophon, Posaune, Trompete, Schlagzeug und Percussion. Aufhorchen ließ ein markerschütterndes Gebrüll zu Beginn der ersten Szene. Es erscheint ein seine gewaltige Mähne schüttelnder Löwe (Georg Tomys), dem als von allen anerkanntem „König der Tiere“ die Rolle zukommt, eine Konferenz aller Tiere nach Kapstadt einzuberufen. Denn wie schon viele Male hatte es bei den von Menschen einberufenen Konferenzen zur Rettung der Umwelt und zur Absage an Kriege unter Vorsitz des mächtigen Generals Zornmüller(Nico Steinbach, Q11) kein Ergebnis gegeben. Ganz im Gegenteil wissen es das Zebra (Michelle Jung Q11) und der Panther (Michaela Richter Q11) ganz genau: „Nur wir Tiere können unsere Erde und uns retten“.. Ganz klar, dass alle Tiere die weite Reise nach Kapstadt auf sich nahmen, wo es ihr König verstand, sich imponierend und witzig zugleich Gehör zu verschaffen. Begrüßt vor der imposanten Kulisse eines Kapstadter Luxushotels von einem eleganten Frack tragenden Pinguin (Simon Wech) begann die Konferenz, an der doch tatsächlich sämtliche Tierarten, ob geflügelt oder kriechend oder schwimmend, ob Zwei- oder Vier- oder Mehrbeiner in einem riesigen Kreis sitzend teilnahmen. Unter ihnen in ausdrucksvollen Masken ihre Standpunkte zur Umsetzung dieser Offensive klar machend ein Tiger (Simon Bauch Q12), eine Qualle (Sophia Traimer 10b), ein Schneeleopard (Tatjana Kranz K13), eine Schildkröte (Sofia Wintermeier 10a), eine Robbe (Michaela Wittmann 10b) und sogar einige, das tierische Projekt unterstützende Menschen. Und tatsächlich, Ende gut, alles gut: Der bisher so böse General Zornmüller unterschrieb dank der Überzeugungsargumente der Tiere mit der Bemerkung „Ich will endlich etwas Gutes tun“ den Frieden und die Umwelt rettenden Vertrag zwischen Menschen und Tieren. Für die starke Leistung der Handlung entscheidend auch die richtige Verpackung: Die Einbindung von vielen vorzüglich aufeinander abgestimmter und beklatschen Song- Evergreens , wie „ The Lion sleeps tonight“ oder „ Schattenhand“ oder „We are the world“ packend und glänzend stimmlich vorgetragen von den Solistinnen und Solisten genauso wie die hervorragend gelungene Choreographie der die entsprechenden Szenen umsetzenden Tanzeinlagen. Und ganz zum Schluss ein Besucher und Darsteller in atemberaubend heiterer Weise zusammenführendes Spektakel: Der Löwe stimmte das afrikanische „ Hakuna Matata“ übersetzt „ Mach dir keine Sorgen“ an und alle stimmten singend, klatschend und hüpfend ein. Bericht im Straubing Tagblatt vom 12.02.2011 (Dorothea Wolf)
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