Die Q11 Informatik des VHG zu Besuch bei der Firma AMZ in Straubing-Salching

14Apr2017

Am 28. März hatten zwanzig Schülerinnen und Schüler des Oberstufenkurses und des P-Seminars Informatik Q11 des Veit-Höser Gymnasiums Bogen die einmalige Möglichkeit, das Unternehmen AMZ (Apparate-, Maschinenbau und Zerspanungstechnik) zusammen mit ihrer Informatiklehrerin Frau Sabine Reiß zu besuchen. Bei AMZ werden überwiegend Bauteile für die Luftfahrtindustrie hergestellt.

Der Geschäftsführer von AMZ, der Maschinenbau-Mechanikermeister Herr Andreas Martin, holte die Teilnehmer bereits am Schuleingang ab und ermöglichte ihnen bereits dort sowie auf der darauf folgenden Busfahrt einen anschaulichen Einblick in seinen persönlichen Werdegang und die Geschichte der Firma.

Dabei stellte er die Schwerpunkte bei der Leitung des Unternehmens verständlich heraus und sensibilisierte für die damit stets verbundenen Schwierigkeiten.

Nach dem sehr freundlichen Empfang am Firmengelände in Salching wurden den Schülern, eingeteilt in vier Stationen, die Prozesse der Firma erklärt und praktisch demonstriert.

Frau Kieser begleitete durch Lagerhaltung und Auftragsannahme und stellte die wirtschaftliche Seite des Unternehmens vor.

Herr Zwickl demonstrierte das Entgraten der Oberfläche eines Werkstücks. Im Bereich „Drehen“/ „Fräsen“ zeigten und erläuterten die Mitarbeiter Herr Reichl, Herr Schumann, Herr Kerscher und Herr Prommersberger, wie durch die präzise Steuerung und Kalibrierung von CNC-Dreh-/ Fräs- oder Dreh-Fräs-Maschinen aus solch einem einfachen massiven Werkstück die kompliziertesten Strukturen gedreht oder gefräst werden können. Bei jedem sorgfältigen Arbeitsschritt war die hohe Qualität der Produkte deutlich erkennbar, woran offenbar auch in aller Welt breites Interesse besteht: Wie uns Firmengründer Andreas Martin berichtete, werden die Produkte von AMZ teilweise sogar bis nach Ostasien exportiert.

Ein besonderes Highlight für die Besucher stellte dabei das Fräsen des individuellen Schriftzugs für ein eigenes Namensschild dar. Dies veranschaulichte auf beeindruckende Weise die enormen Möglichkeiten der hochpräzisen Maschinen: Die auf Mikrometer genau in die Metallplatten eingefrästen Schriftzüge wurden zuvor von Herrn Obermeier als 3D-CAD-Objekte am Computer programmiert, wodurch jede Bewegung der Maschinen genau festgelegt werden konnte. Die Schüler waren überrascht, wie viel Mathematik und Informatik für den maschinellen CAD-CAM-Fertigungsprozess notwendig war, um ein einfaches Namensschild zu fertigen.

Dass so viele Arbeitsschritte letztendlich vom Auftrag bis zum fertigen Produkt erforderlich sind, zeigte den Schülern ebenso aufschlussreich, dass man in einem Unternehmen vor allem als Gruppe und nicht als Einzelperson wichtig ist: Denn sollte die Kette an Produktionsschritten irgendwo unterbrochen werden, würde das letztendlich die gesamte Firma betreffen und finanzielle Konsequenzen in beachtlicher Höhe verursachen.

So konnten die Besucher praktische Prozesse aus den Fachbereichen Informatik, Mathematik, Technik, Design und Wirtschaft bei AMZ innerhalb eines Nachmittags erleben. Stets wurde der Bezug zur Praxis hergestellt, und die Besucher durften sogar wertvolle Werkstücke und Materialien in die Hand nehmen.

Auf der Rückfahrt im Bus stand Herr Martin zudem für weitere Fragen bzw. eine rege Diskussion zur Verfügung. Es sei für ihn von zentraler Bedeutung, einen Einblick in die komplexen Fähigkeiten zu vermitteln, die oftmals im Handwerk nötig sind, und wolle junge Menschen als zukünftige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei AMZ begeistern. Dabei liege der Schwerpunkt nicht auf den akademischen Leistungen, sondern auf hoher Motivation und großem Einsatzwillen, welche die Auszubildenden für den Beruf mitbringen sollen. - Ein Motto, dessen Verwirklichung während der ganzen Führung im Kontakt mit dem Personal stets bewusst wurde und dafür sorgte, dass die gelungene Exkursion noch länger im Gedächtnis der Teilnehmer verbleiben wird. Herzlichen Dank an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von AMZ, die uns diese einmaligen Einblicke ermöglichten!

Für eine von Frau Reiß geplante Vitrine vor dem Computerraum hat Herr Martin kürzlich auch eine Propellernabe und eine Blatthülse für Kleinflugzeug-Propeller zur Verfügung gestellt, die in seiner Firma gefertigt worden sind.

 

Amelie Regl und Florian Winklmeier (Schüler des Informatikkurses der Q11, 2016/17)

sowie StRin Sabine Reiß (Fachschaft Informatik)

Die Informatikschüler des VHG mit ihrer Lehrerin Frau Sabine Reiß, den drei AMZ-Geschäftsführern Herrn Andreas Martin, Frau Eva Kieser und Herrn Stefan Prommersberger sowie allen weiteren an der Führung beteiligten AMZ-Mitarbeitern auf dem Unternehmensgelände

An dieser Station erklärten Mitarbeiter von AMZ drei Informatikschülern eine Vertikal-Drehmaschine.

Herr Andreas Martin informierte die einzelnen Schülergruppen sehr fachkundig, anschaulich und lebendig über die verschiedensten Fachbereiche und Prozesse seiner Firma AMZ. In seinen Händen hielt er hier ein Propellerblatt.

Herr Prommersberger informierte die Schüler an seiner Station über die maschinelle Fertigung einer Propellernabe.

Die Maschinen von AMZ arbeiten „haargenau“ - mit diesem digitalen Gerät lässt sich die Breite eines menschlichen Haares ausmessen.