„Ich bin fasziniert von Experimenten“ - Timm Holzner vom VHG nimmt an der Junior-Science-Olympiade in Hannover teil

09Okt2017

Es ist Anfang Oktober und bald wird es spannend für einen Schüler des Veit-Höser-Gymnasiums (VHG) in Bogen: Der 15-jährige Timm Holzner (Q 11), der in der Grundschule eine Klasse übersprungen hat, nimmt vom 9. bis 13. Oktober am Bundesfinale des Schulwettbewerbs in Biologie, Chemie und Physik, der sogenannten „Junior Science Olympiade“, teil. Er hat sich unter 4500 Teilnehmern bundesweit qualifiziert und wurde als einer von 42 Schülern nach Hannover eingeladen. Im Gespräch erzählt Timm Holzner aus Bogen, warum er trotzdem entspannt bleibt und was ihn während des Wettbewerbs erwartet.

 Das diesjährige Bundesfinale steht bald an. Bist du schon aufgeregt?

Timm: Kurz davor bin ich etwas nervös, aber meistens bleibe ich ganz entspannt. Ich kenne den Ablauf schon vom letzten Jahr, damals habe ich mich auch für das Bundesfinale in Merseburg qualifiziert. In der neunten Klasse bin ich bis zur letzten Runde vor dem Finale gekommen. Die Tage davor wiederhole ich jetzt noch einige ältere Aufgaben, damit ich gut vorbereitet bin. Diese habe ich während des dreitägigen Trainingsseminars an der Universität Regensburg bekommen. Es findet zwei Wochen vor dem Wettbewerb statt und soll die Teilnehmer aus Bayern darauf vorbereiten. Es sind 20 bayerische Schüler dabei, manche von ihnen kenne ich noch vom letzten Jahr.

 Wie hast du dich für die Olympiade beworben?

Timm: Mein Chemielehrer, Herr Gasparics, hat mich auf die Junior-Science-Olympiade aufmerksam gemacht. Ich konnte mich im Internet anmelden und musste in der ersten Runde einige Fragen zu Hause beantworten. Für die folgenden Runden habe ich mich durch Multiple-Choice-Tests und theoretische Aufgaben qualifiziert, die ich in der Schule bearbeitet habe.

Wie wird das Bundesfinale in Hannover ablaufen?

Timm: Am ersten Tag reisen wir nur an und bekommen eine kurze Einführung. Wir sind alle gemeinsam in einer Jugendherberge untergebracht. Am Folgetag haben wir eine 75-minütige theoretische Prüfung und einen Multiple-Choice-Test zu bestehen, der ebenfalls 75 Minuten dauert. Eine praktische Arbeit, die 175 Minuten dauern soll, steht am nächsten Tag an. 2016 haben wir beispielsweise getestet, wie man Zucht- von Wildlachs unterscheiden kann. An einem Tag ist Freizeit angesagt: Letztes Jahr haben wir ein Museum besucht und sind zum Bowlen gegangen. Zum Abschluss steht die Preisverleihung an. Die besten sechs Teilnehmer dürfen an der internationalen Olympiade teilnehmen und haben eine Chance auf eine Medaille in Bronze, Silber oder Gold. Vielleicht klappt es bei mir ja dieses Jahr.

Warst du schon immer fasziniert von den Naturwissenschaften?

Timm: Ja. Meine Lieblingsfächer sind Mathe, Physik und Chemie. Mein Vater besitzt eine Apotheke in Bogen, durch ihn bin ich an die Chemie herangeführt worden. Als ich zehn Jahre alt war, hat er mir beispielsweise in seinem Labor gezeigt, dass man einen Geldschein entzünden kann ohne ihn zu verbrennen. Ich wollte wissen, wie das funktioniert und bin bis heute fasziniert von den chemischen Experimenten. Ich freue mich vor allem auf das Bundesfinale, weil ich mit anderen praktisch zusammenarbeiten und meine Ideen direkt umsetzen kann.

 Interview: Susanne Beck