„Wir gratulieren zu netten Schülern und Lehrern“ - Ein "Allrounder" als Chef: Clemens Kink festlich als neuer VHG – Direktor eingeführt

20Okt2017

Bogen. (dw) Neben vielen guten Wünschen und Ratschlägen für seine neue Position als Direktor des Veit-Höser-Gymnasiums  gab es für Clemens Klink auch eine große Schultüte. Als humorvoller Wink für sein  rundum gefordertes künftiges Wirken, gefüllt  mit entsprechend wirkungsvollen  Aufmerksamkeiten. Am Donnerstagnachmittag wurde er in festlicher Form in sein Amt eingeführt. Vom Landrat über den Bogener Bürgermeister, die Schülersprecher und zahlreiche  andere Redner bis zum Ministerialbeauftragten von Niederbayern: Aus Politik, Wirtschaft , Kirche und dem Schulleben waren sie gekommen, um ihm, dem Nachfolger des in den Ruhestand verabschiedeten bisherigen Schulleiters Helmut Dietl viel Erfolg für seine neue Aufgabe zu wünschen.

Der Festakt war eingebettet in ein mit viel Beifall bedachtes musikalisches Programm. Unter Stabführung seiner beiden Schüler Johannes Dittrich und Simon Lenz  brachte   das  VHG – Orchester temperamentvoll nach einer Charpenter-Prelude Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ zu Gehör. Mit „Gaudeamus – Wir wollen uns heute freuen“ und am Schluss zusammen mit dem Orchester hatte der Unterstufenchor  unter Leitung von Musiklehrerin Miriam Liebl besonders gelungene Auftritte. Denn in ihrem „ Congratulations-Ständchen“ versicherten sie ihrem Chef Klink „Wir gratulieren zu netten Schülern und tollen Lehrern wunderbar“.

Den Ablauf der Festlichkeit einleitend und dabei die über 100 Ehrengäste - unter ihnen die Ehefrau samt den drei Kindern, die Eltern und Schwiegereltern - namentlich begrüßend, stellte  Fritz Achatz  als stellvertretender Schulleiter Clemens Klink als 7. Schulleiter des VHG vor. Weil die  „Sieben“ in der Mythologie als positiv göttlich besetzte Zahl gelte,  sei man dank ihrer Symbolkraft überzeugt, dass alle Zeichen sehr gut für die Schulgemeinschaft stünden. Jedenfalls habe Kink, der natürlich mit neugierigem Interesse und großer Spannung erwartet worden war, in seiner freundlichen Art bereits große Sympathien gewonnen. „ Seine Frau Margit mit einem Blumenstrauß und ihn mit unserem VHG- Schulhaferl und einer ganz speziell hergestellten Flasche Schaumwein heißen wir ihn beide herzlich willkommen“.

Zur offiziellen Amtseinführung ergriff Leitender Oberstudiendirektor Anselm Räde als Ministerialbeauftragter von Niederbayern das Wort und zeigte Kinks Werdegang, der 1964 im oberbayerischen  Fürstenfeldbruck geboren wurde und an der Ludwigs- Maximilian- Universität seinem Physikstudium auch das Lehramtsstudium für Mathematik und Physik anschloss und 1993 das erste Staatsexamen ablegte. Ab 1995 sei er dann 22 Jahre lang am Robert- Koch-Gymnasium in Deggendorf tätig gewesen . Und dort habe er sich als echter Allrounder einen Namen gemacht: Als Personalrat, als eigentlich fachfremder aber dank seiner gesanglichen und instrumentalen Fähigkeiten als  geeigneter Mitarbeiter in der Fachschaft Musik und  Leiter der zum schulischen Aushängeschild gewordenen Big – Band, er arbeitete an Schulentwicklungsprojekten und auch in der Schulleitung mit: Studeindirektor Clemens Kink bringe also durch seine umfangreichen früheren Tätigkeiten und Erfahrungen beste Voraussetzungen für sein weiter erfolgreich sich gestaltendes neues Amt an dem auf Internationalität und Weltoffenheit angelegten Markenkern des Bogener Gymnasiums mit. Zudem stünde  mit seinem Beginn hier die Rückkehr zur neunjährigen Lernzeit an .So würden die jetzigen Fünftklässler ihr Abitur erst 2026 machen,  was sicher große Herausforderungen in vielerlei Hinsicht bedeuteten. Räde betonte: „ Ich bin überzeugt, dass Sie für Ihren Chefstatus bestens  gerüstet sind“.

Den Grußwortreigen begann Landrat Josef Laumer, der Klink bereits bei seinem Antrittsbesuch als dynamische, vielseitig interessierte und engagierte Persönlichkeit kennen lernte. „Sie können gewiss sein, dass von Seiten des Landkreises als Sachaufwandsträger die Verpflichtung, das Gymnasium sowohl in seinen räumlichen Gegebenheiten wie in seiner hochwertigen und zukunftsweisenden Ausstattung, auch was das digitalisierte 4.0 Zeitalter betrifft, in jeder Hinsicht erfüllt wird“. Als Landrat teile er die Begeisterung von Clemens Kink für die verschiedenen lebendigen  VHG -Schulpartnerschaften, denn „gerade in der heutigen Zeit wird bei der Jugend das Selbstverständnis eines geeinten Europas gefestigt“.

MdB Alois Rainer könne sich sehr gut vorstellen, dass die Leitung einer Schule keine einfache Angelegenheit sei und ein Direktor mit viel Fingerspitzengefühl und Organisationstalent arbeiten  müsse, um die Interessen von Schülern, Lehrern, Eltern und der Gesellschaft  zufrieden zu stellen. Kink sei sicher der richtige Mann dafür. Die Kontakte zwischen der Stadt Bogen und dem sich dem Unesco-Gedanken verpflichtet fühlenden VHG seien schon durch die vielen Besuche im Rathaus sehr intensiv gewesen, schilderte Bürgermeister Franz Schedlbauer und versprach die weitere intensive Zusammenarbeit. Im Namen des Elternbeirats wünschte Beiratsvorsitzender Martin Tanne alles erdenklich Gute, während das  für den Förderverein und den Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Dr. Martin Kreuzer tat. Nach Glückwünschen von Personalratsvorsitzendem Oberstudienrat Simon Wech war es   der  Leiter des Deggendorfer Robert-Koch-Gymnasiums Oberstudiendirektor Heinz- Peter Meidinger, der, versehen mit vielen launigen Bemerkungen, in der Person eines Schulleiters tatsächlich einen Allrounder in Personalunion als Betriebsleiter Manager, Erziehungsberater, Organisator, Repräsentant, Krisenbewältiger, Motivator und noch mehr  schilderte. „All dies bewältigend hat das Gymnasium hier mit meinem ehemaligen Kollegen Kink einen guten Fang gemacht.“

Einen heiteren und deshalb vom Publikum mit lachendem Beifall belohnten Grußwort-Schlusspunkt setzte das Schülersprecherteam Pauline Schildbach, Patricia Häusler und Sebastian Bogner. Sie hatten, um ihrem neuen Chef Stresssituationen  überwinden zu helfen, kleine Aufmerksamkeiten, wie ein Entspannungsbad und Baldriantropfen, aber auch ein Notizheft plus Stift und natürlich Süßigkeiten in einer zu einem ersten Schultag gehörenden Schultüte verpackt mitgebracht.

Mit herzlich dankenden Worten wandte sich Clemens Klink an die Redner und  Ehrengäste und an alle, die für den Ablauf des Festaktes verantwortlich waren.

Übereinstimmend hätten ihm Freunde und Bekannte anlässlich seines Wechsels nach Bogen versichert: "Am  Veit-Höser spürt man deutlich die Begeisterung von Schülern und Lehrern für diese ihre ganz besondere Schule“. Zum einen beziehe sich diese Begeisterung auf die für ihr Fach brennenden Lehrer. Zum zweiten auf die vielen neben dem Unterricht laufenden Projekte und Austauschprogramme, die mit  hundertprozentiger Anteilnehme ausgeführt würden und zum dritten beruhe der Erfolg von Werteerziehung an den authentisch die Werte lebenden Vorbildern. Drei Bereiche, aus denen zu jedem Schüler, um den sich Lehrer kümmern müssen, der Funke überspringe. „Liebe Kolleginnen und Kollegen, sorgen wir dafür, dass es so bleibt. Wecken wir, die einen der schönsten Berufe der Welt ausüben, Begeisterung durch unseren Unterricht, unser Auftreten und alle Projekte“, betonte der selber von seinem nun offiziell begonnenen Amt begeisterte VHG –Chef und lud „Um miteinander ins Gespräch zu kommen", zu einem Imbiss und Umtrunk ein.

Gute Wünsche für Clemens Kink von Walter Wirth (Mitarbeiter in der Schulleitung), MdB Alois Rainer, Ministerialbeauftragtem Anselm Räde, Dr. Martin Kreuzer, Heinz-Peter Peter Meidinger (Deggendorfer Schulleiter), Schulleiterstellvertreter Fritz Achatz, Bürgermeister Franz Schedlbauer, EB Vorsitzendem Martin Tanne, Landrat Josef Laumer sowie Personalrat Simon Wech

Eine Schultüte für den Chef vom Schülersprecherteam

Ein Blumenstrauß für Frau Kink