CATANIA 2007

15Jan2007

Delegation des Veit-Höser-Gymnasiums bei Projekttreffen auf Sizilien

 

Der Weg zum vereinten Europa erscheint oft beschwerlich sein und lang - die Konferenz der Staats- und Regierungschefs in Lissabon hat’s bewiesen. Der Weg zum vereinten Europa kann aber auch leicht sein und heiter. Das erfuhren drei Schüler und zwei Lehrer des Bogener Veit-Höser-Gymnasiums, die sich im Rahmen eines COMENIUS-Schulpartnerschaftsprogramms der Europäischen Union kürzlich zum Projekttreffen nach Catania auf Sizilien begaben. Neben den Sizilianern waren auch die anderen Partnerschulen aus Zypern, Kalabrien, Ungarn, Polen und Augsburg mit Delegationen vertreten, und so begann schnell ein fröhliches Palavern, das nicht nur die Englischkenntnisse der Schüler einem Härtetest unterwarf, sondern sie auch zu Kommunikationsversuchen auf Französisch und Italienisch herausforderte. Die gastgebende Schule, das „Istituto tecnico e commerciale per il turismo“, hatte im Rahmen des Projektthemas „Die Kultur als Schatz der Nation“ ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Es führte die Gäste zunächst durch das kulturreiche, quirlige Catania, dessen Lebensrhythmus der benachbarte Vulkan Ätna auch im übertragenen Sinne zu prägen scheint, und dann in das einst so mächtige Syrakus mit seinem gewaltigen griechischen Theater (16000 Sitzplätze), dem Santa-Lucia-Dom, der den antiken Athene-Tempel in seine Mauern integriert, und seiner malerischen Altstadt. Abends ging es zur Barockstadt Noto, die bei nächtlicher Illumination wie eine einzige imposante Opernbühne wirkt. Weitere Exkursionen führten zu den römischen Mosaiken der Villa Casale in Piazza Armerina, zur Lavaschlucht Gola del Alcantara und zum pittoresken Bergstädtchen Taormina, das sich dank Jahreszeit ohne Touristenmassen präsentierte. Natürlich wurde auch solide Projektarbeit geleistet. Die Bogener Schüler (Alex Frolov, Carina König, Franziska Schneider) stellten ihre Präsentation über das Kloster Windberg vor, und ihre Lehrer (Martina Kernbichl, Alfons Kitzinger) waren sichtlich stolz, dass es den Siebtklässlern dabei gelang, die Klippen des Englischen in freier Rede zu umschiffen. Nach einer turbulenten Dezemberwoche bei Temperaturen bis zu zwanzig Grad hieß es Abschied nehmen vom heiteren Süden. Die Bogener taten das mit der Überzeugung: Es macht Spaß, Europäer zu sein.