Ciao, ragazzi - buongiorno, professoressa
oder
Fünfzehn Jahre Schüleraustausch Rom – Bogen
Da sich die meisten Bogener Schüler brav an den Mittwoch Nachmittagen Grundkenntnisse im Italienischen angeeignet hatten, begrüßten wir uns in fließendem italienisch am Montag nach den Osterferien am Bahnhof in Plattling: noch reichlich unausgeschlafen aber voller Erwartungen auf die kommende Woche in der ewigen Stadt. Bereits zum fünfzehnten Mal in ununterbrochener Folge konnten wir auch dieses Jahr wieder den „scambio culturale“ mit der Scuola Media Statale „E. Majorana“ im Norden Roms organisieren.
Ich denke die Schüler waren von der Woche in der ewigen Stadt genau so begeistert wie ich und ich hoffe, sie haben nicht nur im Gedächtnis behalten, wo man das beste Eis bekommt (wir haben von Giolitti in der Nähe der Piazza Navona bis zum Lido di Ostia so einiges an Sorten getestet, 25 Schüler können erstaunlich effizient sein); sondern sie erinnern sich auch an so Manches meiner begeisterten Erläuterungen zu den verschiedensten Sehenswürdigkeiten des antiken, christlichen, aber natürlich auch modernen Roms. Auf jeden Fall haben wir alle unsere Münzen in den Trevibrunnen geworfen, was ja den nächsten Rombesuch garantiert. Zur genaueren Beschreibung sei auf den Bericht der Schüler verwiesen.
Zwei Wochen später besuchten dann 20 italienische Mädchen und Buben, begleitet von den Lehrerinnen Teresa Petrosino und Elena Gabbiani Bogen. Wir besichtigten Regensburg, Nürnberg, Passau und München und wanderten auch auf den Bogenberg, wo wir die neu geschaffene Ausstellung im dortigen Museum besichtigen durften. Auch ein Empfang beim Bürgermeister von Bogen stand auf dem Programm.
Mir macht es besonders Freude diesen Austausch zu betreuen, da ich so den Jugendlichen etwas von meiner Liebe zu Rom, aber auch zu Latein und zum italienischen Lebensgefühl vermitteln kann. Wenn man in einer italienischen Familie „mitlebt“, erfährt man einfach hautnah, dass es auch andere Lebensformen gibt, als die bisher erlebte. Manchmal ist diese Erfahrung freilich etwas hart: wenn man etwa nach acht Stunden Rom vom Petersdom bis zum Pantheon (natürlich per pedes) mit den Partnern erst mal shoppen gehen muss, dann ab 21.00 Uhr ein Drei-Gänge-Menü (Minimum) verkosten darf um dann noch zu plaudern oder wenigstens fernzusehen, um am nächsten Tag zu spät aufzustehen und ohne „gscheites“ Frühstück nach Ostia antiqua aufzubrechen. Aber was tut man nicht alles, um seinen Horizont zu erweitern. Mich freut es, wenn mir beispielsweise Schüler erzählen, die bereits vor mehreren Jahren mit uns in Rom waren, dass sie dieses Jahr im Rahmen des geplanten Italienurlaubs auch wieder ihren damaligen Partner treffen. So, denke ich, können wir aktiv zum Zusammenwachsen Europas beitragen.
Ein herzliches Dankeschön noch mal an alle Schüler und Eltern, die so aktiv am guten Gelingen des diesjährigen Austauschs mitgewirkt haben und nicht zuletzt danke an meinen Kollegen, Michael Käser, der mich bei der Organisation und Durchführung stets mit Rat und Tat unterstützte.
Cari saluti
Brigitte Sommer