Amtseinführung

 "Er ist der richtige Mann an dieser Stelle"

 

Gute Wünsche für Direktor Helmut Dietl (vierter von links) gab es von Fördervereinsvorsitzendem Siegfried Späth, Bürgermeister Franz Schedlbauer, Ministerialbeauftragtem Klaus Drauschke, Landrat Alfred Reisinger, Elternbeiratsvorsitzender Brigitte Venus, Personalratsvorsitzendem Peter Tscharke und den Landtagsabgeordneten Josef Zellmeier und Herbert Ettengruber (von links).

 

Ein "Insider" als Chef: Helmut Dietl wurde feierlich als neuer Direktor eingeführt

 

 Neben vielen guten Wünschen und Ratschlägen für seine neue Position als Chef der Schule, an der er selbst bereits seit 1982 Lehrer ist, gab es auch einen immerwährenden Kalender für Helmut Dietl: Ein Wink für ein zukünftiges langjähriges Wirken als Leiter des Veit-Höser-Gymnasiums (VHG). Am Freitag wurde der neue Schulleiter in festlicher Form in sein Amt eingeführt. Vom Landrat über den Bogener Bürgermeister, die Schülersprecher und viele andere Redner bis zum Ministerialbeauftragten von Niederbayern: Aus Politik, Kirche, Wirtschaft und dem Schulleben waren sie gekommen, um ihm, dem VHG-Insider, viel Erfolg für seine neue Aufgabe zu wünschen.

 

Der Festakt war eingebettet in ein mit viel Beifall bedachtes musikalisches Programm. Unter Leitung von Oberstudienrätin Doris Köppel begann das große VHG-Orchester dem Anlass entsprechend temperamentvoll mit der "Ode an die Freude".

Mit "Get Funky" hatte die neugegründete VHG-Jazzband, geleitet von Studienrat Joachim Knödl, einen überaus gelungenen ersten Auftritt.

 

 

 Der stellvertretende Schulleiter Claus Keydel zeigte sich überzeugt, dass Helmut Dietl an "seiner" Schule in Zukunft viel bewegen und positive Akzente setzen werde. Als Schulleiter sei Helmut Dietl nicht nur Pädagoge, sondern auch Manager des Unternehmens Veit-Höser-Gymnasium mit seinen über 700 Schülern und einem 51-köpfigen Lehrerkollegium, stellte Landrat Alfred Reisinger fest. Er freue sich, dass Dietl, der bereits seit 23 Jahren hier unterrichte und sich seit jeher für die Schule und die Schüler in vielfacher Weise engagiere, nun als Chef Verantwortung übernehme. "Ich bin sicher, Sie sind der richtige Mann hier an dieser Stelle." Um die Voraussetzungen für die qualitativ hochwertige Bildung und die hervorragende Ausstattung der Schule, die auch als UNESCO-Projektschule eine weltoffene Bildungseinrichtung darstelle, zu erfüllen, stünde dies im Aufgaben- und Leistungskatalog des Landkreises als Sachaufwandsträger ganz weit oben.

 Die Kontakte zwischen der Stadt Bogen und dem sich dem UNESCO-Auftrag verpflichtet fühlenden VHG seien schon durch die häufigen Besuche von Austauschschülern im Rathaus immer sehr intensiv gewesen, schilderte Bürgermeister Franz Schedlbauer. Er versichere Dietl die weitere intensive Zusammenarbeit. Auch im Namen seines Kollegen Herbert Ettengruber wünschte MdL Josef Zellmeier viel Glück für zukünftige Aufgaben und versprach Unterstützung.

 

 

 Als Personalratsvorsitzender und im Namen des Kollegiums wandte sich Studiendirektor Peter Tscharke an den neuen Schulleiter, von dem man wisse, dass er ganz fest in Bogen als seiner beruflichen Heimat verankert sei. "Wir schenken dir, dem von seiner Fächerverbindung her wirtschaftlich und geographisch versierten Lehrer, den immerwährenden Kalender "Die Erde von oben". Immerwährend deshalb, damit du dauerhaft bei uns bleibst."

 Nachdem Elternbeiratsvorsitzende Brigitte Venus die Unterstützung der Elternschaft zugesichert hatte, setzten die Schülersprecher Patrick Liegl, Kevin Schall und Franziska Wurm den Rednerreigen, humorvoll eingepackt in Versform, fort: "Als Klassenleiter letztes Jahr, waren Sie ein echter Superstar."

 

 Im Namen des Vereins der Freunde und Förderer des Veit-Höser-Gymnasiums verwies Vorsitzender Siegfried Späth auf die nicht leichte Aufgabe, in einer Zeit des raschen Wertewandels, der Globalisierung und des Anspruchsdenkens das Amt des Schulleiters zu übernehmen. "Der Förderverein ist bereit, mit Ihnen auch neue Wege zu gehen, um das hervorragende Profil des VHG weiter zu entwickeln."

Der Ministerialbeauftragte von Niederbayern, Leitender Oberstudiendirektor Klaus Drauschke, betonte, dass Dietl als Mitglied des VHG-Lehrerkollegiums erfolgreich mitgeholfen habe, diese Schule zu einem Markenzeichen und Aushängeschild zu machen. Mit vielen Initiativen habe er die von ihm studierten Fächer Wirtschafts- und Rechtslehre, Geographie und Sozialkunde als Fachbetreuer vorangebracht und sei nun mit der Übernahme der Schulleitung in den Chefsessel gewechselt. Trotzdem: "Hauseigene Leiterbesetzungen haben zwar ihren Reiz, sind aber trotzdem nicht ganz unproblematisch." Es sei letztlich eine Frage des gegenseitigen Vertrauens, den Neuanfang mit dem Chefstatus in Einklang zu bringen.

 

  "Ich stelle mich der Verantwortung und der Herausforderung der neuen Aufgabe und freue mich darauf." Im Blick auf seinen Vorgänger als Chef, den begeisterten Golfer Steffan Gutzeit und auf sich selbst als begeisterten Tischtennisspieler, zeigte er zwei Bälle der verschiedenen Sportarten, die unterschiedlich im Verhalten, aber doch etwa gleich groß seien: "Symbole dafür, dass jeder Schulleiter seinen eigenen Führungsstil hat, aber auch, dass durch die neue Hausbesetzung die Kontinuität an der Führungsspitze gewährleistet sein soll."

 Scherzhaft seine nächsten Worte als "quasi-Regierungserklärung" bezeichnend, stellte er als roten Faden für die künftige Ausrichtung der Schule in einer Bildpräsentation vier für einen erwachsenen Mann allgemeingültige, Aussagen voran: "Dieser soll ein Haus bauen, einen Baum pflanzen, ein Kind zeugen, ein Buch schreiben." Der erste Aspekt sei ganz wörtlich zu nehmen, denn man bekomme zusammen mit der Realschule ein eigenes Gebäude für die Mittags- und Nachmittagsbetreuung. Zum zweiten habe er in der vergangenen Woche einen Walnussbaum im Pausenhof gepflanzt. Zum dritten habe er eine Familie mit zwei Söhnen, wolle zu diesem Aspekt auch die junge Generation auffordern, wieder Ja zu sagen zu Familie und Kindern. Und viertens wolle er nun an dem bereits seit seiner Gründung 35 Kapitel umfassenden Schul-Stammbuch weiter schreiben.

(Straubinger Tagblatt, 21.11.2005)


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