Absolvia 2011: Feierliche Verabschiedung des ersten Jahrgangs im achtjährigen Gymnasium
„Das Veit – Höser - Gymnasium ist stolz auf euch“ 68 Absolventen des ersten G8 – Jahrgangs verabschiedet – Zweimal Traumnote 1.0 (Bericht im Straubinger Tagblatt vom Montag, 04. Juli 2011 – Dorothea Wolf -) Bogen. (dw) Hervorragende fachlichen Leistungen bei einem Gesamtnotendurchschnitt von 2,21, unter den sechs sehr guten Leistungen bis zum Schnitt von 1,5 sogar zweimal die Traumnote 1,0 , hätten sie ebenso ausgezeichnet wie ihre menschlichen und solidarischen Qualitäten: Das bescheinigte Oberstudiendirektor Helmut Dietl den 68 Absolventen des ersten VHG - G8 – Jahrgangs, denen er als Schulleiter am Freitag herzlich zu ihrem bestandenen Abitur gratulierte. Vielfach hätten diese vor acht Jahren eingeschulten Schülerinnen und Schüler in den noch unbekannten Gewässern des neu eingeführten achtjährigen Gymnasiums rudern müssen. Das hätten sie aber so gut gemeistert, dass er, verbunden mit seinen besten Wünschen für ihre mit dem Erlangen der Hochschulreife verbundenen beruflichen Zukunft ausdrücklich betone: “Ihr könnt stolz sein auf eure erbrachten Leistungen, denn das Veit – Höser – Gymnasium ist auch stolz auf euch“. Vor der mit Eltern und Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Öffentlichkeit in der voll besetzten Aula stattfindenden Festveranstaltung hatte es in der Oberalteicher Basilika einen ökumenischen Wortgottesdienst gegeben. Pfarrer Kilian Saum und Pfarrer Georg Hartlehnert begleiteten dabei die von den jungen Leuten unter dem Motto „Auf dem Weg in eine neue Welt“ selbst gestaltete Feier. Wie immer war es das VHG – Orchester, das unter Leitung von OStRin Doris Köppel die Redebeiträge musikalisch einleitete und umrahmte. Nach seinen allen geltenden Willkommensworten wandte sich Schulleiterstellvertreter Fritz Achatz an die Absolventen: „Ihr seid uns alle ans Herz gewachsen“: Landrat Alfred Reisinger unterstrich in seinem Grußwort: “Sie haben die Premiere G8 am VHG glänzend bestanden und gezeigt, dass die junge Generation bereit und fähig ist, sich anzustrengen“. Er versicherte, dass der Landkreis und die Kreisgremien stets bereit seien, beste Rahmenbedingungen für einen modernen Schulbetrieb zu schaffen. „Unter den heuer aus beiden Landkreisgymnasien Bogen und Mallersdorf insgesamt 314 entlassenen G9 – und G8 - Absolventen nutzen Sie bitte als Leistungsträger von morgen Ihr Potential auch für die Zukunft unserer Region aus“. MdL Josef Zellmeier merkte an, dass die Abiturienten mit Recht stolz auf ihren Abschluss sein dürften, da das bayerische Abitur von besonderer Güte wäre und bat sie, sich der Gesellschaft auch in Ehrenämtern zur Verfügung zu stellen. Bürgermeister Franz Schedlbauer flocht in seine Gratulationsworte den Hinweis auf die Bedeutung von lebenslangem Lernen ein, das nicht als Last sondern vielmehr als Privileg zur Wissenserweiterung verstanden werden sollte. Gerd Baumgartner –„ Ich bin dieses Mal zugleich stolzer Vater eines Abiturienten und beende damit die mir lieb gewordene langjährige Tätigkeit des Elternbeiratsvorsitzenden“ - dankte Eltern und Lehrern für ihren Anteil am Erfolg und beschenkte den Landrat und den Bürgermeister „Weil Sie uns immer unterstützt haben“ – mit je einem Original gelben VHG – Unesco – T-Shirt. Der VHG – Fördervereinsvorsitzende Dr. Peter Holzner sprach den Machern der überaus gelungenen Abizeitung sein Kompliment aus und bat die scheidenden Schüler, den Kontakt zu ihrer Schule nicht zu verlieren, was sicher auch als künftiges Mitglied des Vereins sinnvoll wäre. Die Abitursprecher Stefanie Bauer, Elisabeth Hilmer und Oliver Scherl blickten, versehen mit von viel Beifall belohnten witzigen Anmerkungen, auf etliche Höhen und Tiefen ihrer gemeinsamen Schulzeit zurück. „Wir danken ganz ausdrücklich Studiendirektor Hans Forster und Oberstudienrat Dirk Hoffmann, die als Oberstufenkoordinatoren während unserer G8 – Zeit viel Geduld mit uns hatten“. Und dann gab es Präsente von beiden Seiten: Hoffmann durfte nervenstärkende Süßigkeiten entgegennehmen und er selbst hatte als ganz spezielle Überraschung für jede und jeden der G8ler eine erinnerungsträchtige CD mit lustigen Bildern des Schullandheimaufenthalts aus dem Jahr 2003 dabei. „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück“. Diesen Ausspruch von Benjamin Britten stellte Schulleiter Helmut Dietl über seine Festrede. Ein Leitmotiv, das dazu auffordere auch in den kommenden Jahren für die weitere Ausbildung in Studium und Beruf kräftig weiter zu rudern, das ihm aber auch gestatte, rückblickend auf diese achtjährige gymnasiale Schulzeit zu schauen und anschließend einen Ausblick zu wagen. „Die Abiturientinnen und Abiturienten, die heute in Bayern verabschiedet werden, begannen ihre gymnasiale Schullaufbahn noch im neunjährigen Gymnasium. Mit Beginn der sechsten Jahrgangsstufe wechselten dann die bayerischen Gymnasien in die verkürzte Form des achtjährigen Gymnasiums, das inzwischen bundesweit eingeleitet, aber noch nicht in allen Bundesländern abgeschlossen ist.“ „Bei aller verständlichen und berechtigten Aufgeregtheit hatte man aber leider sehr oft auch das Gefühl, dass das Gymnasium in Bayern insgesamt durch eine vielfach überzogene Kritik in den Medien und in der öffentlichen Diskussion quasi „an den Pranger gestellt“ werden sollte. Dies führte zu einer großen Verunsicherung aller Beteiligten. Dabei waren es besonders die Lehrkräfte an den Gymnasien in Bayern, die durch ihr Engagement und ihr Berufsethos bei der Umsetzung des G8 entscheidend mitgeholfen haben. In der Anfangszeit der G8-Umstellung mussten die Pädagogen häufig ebenfalls „in unbekannten Gewässern rudern“, angesichts fehlender Unterrichtsmaterialien und neuer Aufgabenformen sich viel Neues erarbeiten und dann ihre Schülerinnen und Schüler motiviert und engagiert auf dem neuen Weg mitnehmen. Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten G8-Abiturs behaupte ich, dass unsere Lehrkräfte die Herausforderungen des G8 engagiert angenommen, diese verantwortungsvoll erfüllt und insgesamt einen „tollen Job“ gemacht haben!“ Inzwischen hätte man die erste Bewährungsprobe erfolgreich hinter sich gebracht, das Gymnasium bleibe der Königsweg, um auf direktem Weg die allgemeine Hochschulreife zu erlangen. Viele der meistens jüngeren Absolventen würden verunsichert durch Schlagzeilen bezüglich überfüllter Hochschulen und einer Knappheit auf dem Wohnungsmarkt in den Universitätsstädten. Zugleich stünde die Forderung nach mehr hoch qualifizierten Fachkräften im Raum, wobei besonders ein Mangel in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen beklagt werde. Die Ausbildung von Fachkräften und von Hochqualifizierten erfolge nicht nur über Hochschulen und Universitäten, sondern auch im Rahmen einer dualen Ausbildung/eines dualen Studiums, das nirgendwo auf der Welt so ausgeprägt sei wie in Deutschland. Schulleiter Dietl: „Ein klares „JA“ zur Forderung nach mehr Qualifikation: wir brauchen generell mehr hoch qualifizierte Fachkräfte (mit und ohne Hochschulabschluss!), um im internationalen Wettbewerb bestehen und für unseren Wohlstand auch in Zukunft sorgen zu können.“ An Wirtschaft und Politik läge es daher, motivierende Arbeitsbedingungen für den hoch qualifizierten Nachwuchs zu schaffen. Angesichts des in Deutschland zunehmenden „braintrains“ von Hochqualifizierten ins Ausland appellierte der Schulleiter an die anwesenden Ehrengäste: „Bitte helfen Sie mit, in Deutschland die richtigen Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen und tragen Sie durch adäquate Entlohnung und durch familienfreundliche Arbeitsbedingungen motivierend dazu bei, den akademischen und hoch qualifizierten Nachwuchs im Lande zu halten!“ „Ihr, liebe Absolventinnen und Absolventen, habt das notwendige Rüstzeug für ein Studium und/oder für eine anspruchsvolle Berufsausbildung erworben. Lasst euch deshalb von anfänglichen Schwierigkeiten durch den zu erwartenden Ansturm auf die Hochschulen und Ausbildungsplätze nicht entmutigen, denn angesichts der veränderten Altersstruktur der Bevölkerung und der weiteren Globalisierung und Internationalisierung der Wirtschaft werden zunehmend Fachkräfte gebraucht, Euch stehen die Türen für die weitere berufliche Zukunft weit offen: Die Zukunft gehört euch!“, schloss der Schulleiter. Anschließend wurden die Zeugnisse durch Schulleiter Helmut Dietl, assistiert vom Elternbeiratsvorsitzenden und vom Oberstufenkoordinator, zusammen mit einer weißen Rose plus rotem Herzanhänger (gesponsert von Floristik Max Holzner Bogen) und dem Geschenk des Elternbeirats in Form eines mit der Gravur „VHG Bogen Abitur 2011“ versehenen Füllhalters an die 36 weiblichen und 32 männlichen Absolventen überreicht. Nachdem eine lange Reihe der Abiturienten für bestimmte Bestleistungen ausgezeichnet worden waren, galt es nochmals für die sechs Einserbesten – übrigens alle Mädchen! - aus der Hand von Landrat Alfred Reisinger eine mit dem Landkreiswappen versehene gläserne Uhr entgegen zu nehmen., Das waren Elisa Osterode (1.0), Nina Spieler (1,0) Lisa Wenninger (1,1), Claudia Wittl (1,3), Ramona Reichardt (1,4) und Vera Moser (1,5). Bild: Den sechs besten VHG- Absolventinnen Elisa Osterode, Nina Spieler, Lisa Wenninger, Claudia Wittl, Ramona Reichardt, Vera Moser (von links) gratulierten Landrat Alfred Reisinger, Schulleiter Helmut Dietl, MdL Josef Zellmeier, EBR-Vorsitzender Gerd Baumgartner und Fördervereinsvorsitzender Dr. Peter Holzner (von links). In ihrer humorvollen Abschiedsrede freuten sich Elisabeth Hilmer, Oliver Scherl und Stefanie Bauer auch auf ihren Abiturball am Donauschiff „ MS Stadt Linz“. Sonderpreise: • Die geehrten Jahrgangsbesten wurden mit Urkunden und einem e-fellows.net- Online Stipendium ausgezeichnet • für die beste Leistung im Fachbereich Mathematik erhielt die Absolventin Ramona Reichhardt den Abiturpreis (incl. Buchpreis) der Deutschen Mathematiker- Vereinigung • den Abiturpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (incl. Buchpreis) erhielt der Absolvent Fabian Kluge • Elisa Osterode erhielt als beste Abiturientin im Fachbereich Chemie sowohl die Auszeichnung (incl. Buchpreis) der Gesellschaft Deutscher Chemiker als auch den Preis der Dr. Michael Bräu- Stiftung für die beste Facharbeit in diesem Fachbereich • weitere zahlreiche Urkunden und Auszeichnungen gab es für die langjährige Teilnahme an der UNESCO-Gruppe, in der SMV, bei der AI-Gruppe, im Wahlkurs Orchester, bei den Schulsanitätern sowie im Wahlkurs Schülerzeitung
Hier gehts zur Bildergalerie
|