Absolvia 2011: Feierliche Verabschiedung des letzten Jahrgangs im neunjährigen Gymnasium


„Vertreibung aus unserem VHG – Paradies“

Verabschiedung von  65 Abiturientinnen und Abiturienten des letzten G9-Jahrgangs
 
                      Bogen. (dw) Sie wurden im Rahmen ihrer feierlichen Entlassung am Montag, 02. Mai 2011,  von  ihrem Schulleiter  Helmut Dietl mit viel Lob   sowohl für ihre hervorragenden fachlichen Leistungen wie für ihre liebenswerten menschlichen Qualitäten bedacht. Aber sie selbst, die 65 Abiturienten dieses  letzten G9- Jahrgangs am Veit – Höser – Gymnasium, die allesamt die Reifeprüfung bestanden hatten, setzten ihre Verabschiedung  unter ein ganz besonderes, ihre Schulzeit charakterisierendes,  Markenzeichen: Für den von Pfarrer Kilian Saum gehaltenen ökumenischen  Gottesdienst in der Oberalteicher Basilika hatten sie das aussagekräftige Motto „ Vertreibung aus unserem VHG – Paradies“ gewählt. Unter den  sieben Erstplatzierten mit einem Schnitt bis 1,5  darf sich Eduard Friesen über die  Traumnote 1,0 freuen.
                     Perfekt musikalisch  in Szene gesetzt die gesamte Festveranstaltung durch das große Schulorchester, dessen  Instrumentalisten  unter Leitung von Oberstudienrätin Doris Köppel mit ihren schwungvollen Arrangements immer wieder den Beifall der die Aula bis auf den letzten Platz füllenden Gästeschar aus Eltern, Lehrern und Vertretern aus allen Bereichen der Öffentlichkeit. Schulleiterstellvertreter Fritz Achatz richtete nach  seinen herzlichen  Begrüßungsworten die Bitte an die scheidenden Schüler, den Kontakt zum VHG nicht abreißen zu lassen.
            Die Reihe der Grußwortredner eröffnete Landrat Alfred Reisinger, der lobend feststellte „ die junge Generation ist fähig und bereit, sich konsequent anzustrengen, was sich im Ergebnis dieser Abiturprüfung bestens wieder spiegelt“. Er versicherte, dass der Landkreis und seine Gremien immer bestrebt seien, beste Voraussetzungen für einen  modernen Unterrichtsbetrieb zu schaffen. MdL Josef Zellmeier betonte, dass die jungen Leute mit Recht stolz auf ihren Abschluss  sein dürften, denn der  sei als Bayerisches Abitur von besonderer Güte. Bürgermeister Franz Schedlbauer flocht in seine Gratulationsworte den Vergleich mit dem für den Bau eines Hauses notwendig soliden Fundament ein: „ Dieses gute Fundament haben Sie  für ihre berufliche Zukunft geschaffen“. Gerd Baumgartner oblag es als  Elternbeiratsvorsitzendem daran zu erinnern, dass die jungen Leute nicht vergessen sollten, ihren Eltern und Lehrern für deren Beitrag zu ihrem heute erreichten Ziel zu danken. In lockerer und zwischendurch mit lachendem Beifall der Zuhörer quittierter Weise gelang es den Abiturientensprechern Julia Lippl, Paul Gruber und Maximilian  Schwarz, in einer Zeitreise mit der Auflistung vieler Details ihrer neunjährigen  Schulzeit Adieu zu sagen. Mit einem kleinen Präsent dankten sie ihrem Kollegstufenbetreuer – Studiendirektor  Bernhard Griesbeck
         „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück“. Mit diesem Zitat von Benjamin Britten begann Schulleiter Helmut Dietl seine Rede. Darin ging er vor allem auch  auf die Absolvia 2011 als auf die  in Bayern nun zur Geschichte gewordene neunstufige gymnasiale Schulform und auf den heuer mit der Verabschiedung der G 8 – Absolventen doppelten Abiturjahrgang   ein. Fleißig rudernd  hätten diese letzten Abiturienten des G 9 eine Etappe nach der anderen bewältigt, seien nicht zurückgetrieben worden, hätten erfolgreich ihr schulisches Ziel erreicht und  als  letzter Jahrgang  mit dem  4- Fächer-Abitur abgeschlossen.
           Der in diesem Jahr erstmals in den  Ländern Bayern und Niedersachsen  zum Abitur geführten G8 – Jahrgang würde sicher zusammen mit der Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht  zu  einen Ansturm auf die deutschen Universitäten führen, der durch die Möglichkeit für die G9 – Studienanfänger entzerrt würde,  sich bereits zu diesem heute anfangenden Sommersemester einzuschreiben,  so Dietl. „Ihr; liebe Abiturientinnen und Abiturienten, habt in den vergangenen Jahren bewiesen, dass ihr euch auf etwas Neues, wie z.B. die Anforderungen der Oberstufe an einem bayerischen Gymnasium, gut einstellen könnt. Ihr habt euch trotz manchmal auch stürmischer Winde, die während eurer gesamten neunjährigen Gymnasialzeit geweht haben, und trotz vielfach aufgetretenen hohen Wellengangs nicht abhalten lassen, mit Einsatzbereitschaft und Durchhaltevermögen die Reifeprüfung  an  einem bayerischen Gymnasium erfolgreich zu absolvieren. Ihr seid sehr gut auf Studium und Beruf vorbereitet, lasst euch von anfänglichen Schwierigkeiten, die gegenwärtig an den Hochschulen auf euch zukommen, nicht entmutigen: Euch stehen in Zukunft angesichts des Fachkräftemangels und der demographischen Entwicklung alle Türen weit offen!“
          Anschließend wurden die ersehnten Zeugnisse durch Helmut Dietl, assistiert vom  Elternbeiratsvorsitzenden und dem  Kollegstufenbetreuer und zusammen mit einer Rose plus Herzanhänger und dem Geschenk des Elternbeirats in Form eines mit der Gravour „VHG – Bogen Abitur 2011“ überreicht. Dann, nachdem eine lange Reihe der Absolventen für bestimmte Bestleistungen mit Sonderpreisen ausgezeichnet worden waren, galt es nochmals für die Einser – Besten unter ihnen, auf dem Podium aus der Hand von Landrat Alfred Reisinger als sehr sinniges Geschenk – „Denn die soll euch eure neue Zeiteinteilung erleichtern!“ – eine mit dem Landkreiswappen versehene gläserne  Uhr entgegen  zu nehmen. Das waren Eduard Friesen (1,0), Josef Köstlbacher und Vera Moser (beide 1,1), Katharina Baier und Tanja Bauer (beide 1,2), Sergej Friesen (1,3) und Tatjana Kranz (1,4). Am Freitag, 06. Mai, schließlich wartet als weiterer Höhepunkt auf Abiturienten, Eltern und Lehrer der auch ganz besondere romantische ,nämlich auf dem Donauschiff „ MS Passau“ stattfindende, Abiball.
 
Bild: Den sieben besten VHG -  Absolventen gratulierten Landrat Alfred Reisinger, Elternbeiratsvorsitzender Gerd Baumgartner, Bürgermeister Franz Schedlbauer, Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier und Schulleiter Oberstudiendirektor Helmut Dietl 
 
Bericht im Straubing Tagblatt vom 04. Mai 2011 (Dorothea Wolf)

 

 

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