Das Veit-Höser-Gymnasium Bogen – Umweltschule in Europa 2011!


Am Dienstag, den 15.11.2011 verlieh der bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber am Gymnasium Max-Josef-Stift in München die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“. „Bayerns Schülerinnen und Schüler sind Vorreiter beim Umweltschutz“, das betonte Dr. Marcel Huber bei der Auszeichnungsveranstaltung, an der 70 Schulen aus Ober- und Niederbayern, sowie aus Schwaben und der Oberpfalz teilnahmen. Wie bereits in den Jahren 2007, 2008, 2009 und 2010 wurde das Veit-Höser-Gymnasium Bogen auch in diesem Jahr für seine engagierte und nachhaltige Arbeit im Bereich Umweltbewusstsein und soziales Verantwortungsbewusstsein geehrt. Mit den Projekten „nachhaltiges Wirtschaften“ und „kreative Pausenhofgestaltung“ beteiligte sich das VHG an der Ausschreibung „Umweltschule in Europa“ 2010, die alljährlich von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung im Auftrag der Europäischen Umweltbildungsstiftung F.E.E. vergeben wird.

 

Im Rahmen des „nachhaltigen Wirtschaftens“ wurden die Projekte „Alte Handys sammeln und die Umwelt schonen“, „VHG – Eine – Welt – Laden“ und „Übernahme einer Patenschaft“ bzw. „Spende für die Sri Lanka Hilfe“ sehr erfolgreich umgesetzt. Die Schüler lernten die Realität einer Unternehmensgründung (Eine-Welt-Laden) kennen und mussten dabei Ideen im Team entwickeln, diese durchsetzen, organisieren, Entscheidungen treffen, aber auch für die Konsequenzen dieser Entscheidungen verantwortlich sein. Daneben waren Warenauswahl, Warenbezug, Preiskalkulation, Werbung (Werbeslogan: „Shop Dich fair!“) und Produktpräsentation essentielle Aspekte bei der Einrichtung eines „One-Wold-Shops“ am VHG. Am 20. Mai 2010 war es endlich so weit: Frau Zirngibl, die Vorsitzende der Sri Lanka Hilfe, war eigens aus Abensberg angereist, um aus den Händen von Schulleiter Helmut Dietl ein prall gefülltes Kuvert mit 460,00€ entgegenzunehmen. Zu verdanken ist diese stolze Summe dem Einsatz unserer Schüler aus der fünften bis hinauf zur zwölften Jahrgangsstufe, denn diese verkauften nicht nur Gewürze, sondern organisierten auch eine Tombola und verkauften selbst bemalte Trinkgläser. Die bereits bestehende schulinterne UNESCO-Gruppe wird zukünftig den Eine-Welt-Laden weiter betreiben und ausbauen.

Als UNESCO-Projektschule und anerkannte „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“ war und ist es für das Veit-Höser-Gymnasium eine Selbstverständlichkeit, Ressourcen zu sparen, um damit die Umwelt auch für unsere nachfolgenden Generationen lebenswert zu erhalten. Aus diesem Grund beteiligte sich das VHG bis zum 15.01.2011 an der Handy-Recycling Aktion von FOCUS-Schule und der Deutschen Telekom. Alle Mitglieder unserer Schulgemeinschaft und darüber hinaus waren dazu aufgerufen, ausgediente/alte Handys (falls noch vorhanden auch inkl. Zubehör) in die im Sekretariat aufgestellten Sammelboxen einzuwerfen. Aus den Erlösen der Rohstoffe spendet die Deutsche Telekom an die Deutsche Umwelthilfe und an Ärzte für die Dritte Welt.

Schon lange Zeit hegte man am Veit-Höser-Gymnasium den Wunsch nach einem Patenkind. Kurz vor Weihnachten 2009 waren zwei süße Sri Lanka-Patenkinder gefunden – ein 9-jähriger Junge und ein 5-jähriges Mädchen! Die SMV und die UNESCO- Gruppe übernahmen bis auf weiteres – d.h. bis zur Volljährigkeit der Kinder – die Patenschaft. So wird diesen Kindern eine Schul- bzw. Ausbildung und - ebenso wie auch ihren Familien - eine bessere Zukunft ermöglicht! Im Rahmen der Klausurtagung der SMV, der UNESCO-Gruppe und der amnesty-Gruppe vom 2.2. bis 4.2.2011 wurde der Sri Lanka Hilfe zusätzlich 1000 Euro als Spende übergeben. Der Erlös des Gewürzverkaufs und die Gewinne aus den Schülerbällen ermöglichte es, diesen Betrag für die Sri Lanka Hilfe bereit zu stellen.

 

 

Im Rahmen der kreativen Pausenhofgestaltung wurde die sehr erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortgeführt. Mehrere Klassen des Veit-Höser-Gymnasiums beteiligten sich aktiv an der Gartenpflege, so z.B. am Unkraut jäten, Pflanzenzuschnitt und weiteren botanischen Arbeiten im Pausenhofbereich. Unter der Fußwegbrücke, die den Parkplatz des Gymnasiums mit dem Schulgebäude verbindet, wurden im Schuljahr 2010/2011 mehrere Aktionen umgesetzt. Die Planung einer weiteren Granitschlange, die anschließende Realisierung des Baus der Granitschlange, das Anbringen von „Anti-Rutschbalken“ und das Abdecken des Bodens mit Rindenmulch, erstreckte sich von Juli 2010 bis Juni 2011, wobei sich Schüler mehrerer Klassenstufen bei diesen Arbeiten aktiv und engagiert beteiligten. Am 27.06.2011 erfolgte in Kooperation mit dem Landratsamt Straubing-Bogen eine Pflanzaktion mit ‚Schülern der 6. Klassen, um eine Betonwand mit Efeupflanzen zu begrünen. Im Rahmen der kreativen Pausenhofgestaltung im Schuljahr 2010/2011 wurde das bestehende Müllkonzept am VHG weiter verbessert. Nach einer qualitativen Müllanalyse und der Bestandsaufnahme der vorhandenen Abfallbehälter bzw. der Analyse des Abfallsammelnetzes an der Schule, wurden weitere Abfallbehälter im Pausenhof aufgestellt, um eine verbesserte Mülltrennung zu erzielen. Das Mülltrennsystem besteht aus drei verschiedenfarbigen, beschrifteten Behältern für Aluminium, Mischkunststoffe und Restmüll. Die Präsentation dieses Mülltrennsystems erfolgt dabei durch ein Plakat in der Aula, welches anschaulich die Trennung des Abfalls in drei Fraktionen verdeutlicht. Dieses Mülltrennsystem bzw. dessen Erweiterung ermöglicht den Schülern nicht nur aktiv Müll zu trennen und die Restmüllmenge an der Schule zu verringern, sondern zeigt ihnen auch anschaulich einen Ressourcen schonenden Weg der Abfallentsorgung auf.

 

Die Betätigung in den Projekten „kreative Pausenhofgestaltung“ und „nachhaltiges Wirtschaften“ hat die Schüler erneut nicht nur gefordert und gefördert, sondern vielmehr haben sie sich dadurch nachhaltig und aktiv in das Schulleben ihrer Schule mit eingebracht. Die begonnene sehr erfolgreiche, vielseitige und engagierte Arbeit im Bereich Umweltbewusstsein und soziales Verantwortungsbewusstsein am Veit-Höser-Gymnasium soll in den nächsten Jahren mit gleichem Engagement und mit dem Ziel, möglichst viele Schüler in abwechslungsreiche Projekte einzubinden, fortgeführt werden. Neben der Förderung von Schlüsselkompetenzen in derartigen Projekten wird ein Ziel des VHG sein, die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“ auch in den nächsten Jahren zu erlangen.

 

(W. Gasparics)











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