Jeder Unfall ist einer zu viel - Busschulung für die Fünftklässler am Schulzentrum

28Okt2017

Die Worte von Rita Kienberger, Sachgebietsleiterin Verkehrswesen am Landratsamt Straubing-Bogen, sind eindeutig: „Jeder Unfall ist einer zu viel“ bei der Busschulung für die Fünftklässler am Veit-Höser-Gymnasium.

Der Sicherheitsbeauftragte des Gymnasiums, StR Michael Rohr, organisierte die Schulung, zusammen mit Rita Kienberger, der Sicherheitsbeauftragten des Landratsamtes Straubing-Bogen. Seit 2015 wurden bayernweit bei Unfällen auf dem Schulweg   keine Kinder mehr getötet, aber alleine auf die Statistik will man sich an der Schule und  im Landkreis nicht verlassen. So gehört die Busschulung der fünften Klassen im Oktober zum festen Repertoire.

Diese wurden mittels Präsentationen auf das richtige Verhalten an der Bushaltestelle und beim Einstieg aufmerksam gemacht. Auch über die Unfallgefahren wurde informiert. Der Praxisteil wurde moderiert von Günther Kraus von der RBO, ein Busunternehmer  stellte für den Vormittag Bus und Fahrer zur Verfügung. So wurden in der Praxis das Ein- und Aussteigen geübt und auch demonstriert, was bei einer Bremsung mit Tempo 15 bzw. 30 passiert. Überdies fand eine spezielle Schulung für Klassensprecher statt. Diese sollten als Multiplikatoren dienen und auf ihre Mitschüler einwirken. Die Klassensprecher sicherten zu, mit gutem Beispiel voranzugehen und die Mitschüler in Klassenleiterstunden für das Thema zu sensibilisieren. Diese sprachen aber auch offen Probleme an. So könnten sie zwar grobe und wiederholte Drängler melden, ansonsten würden sie aber nicht über die nötige Autorität verfügen.

Von den Schülern kamen einige Verbesserungsvorschläge. So sollten die Busfahrer die Türen erst öffnen, wenn alle der Reihe nach dastehen. Außerdem sollten die Fahrer dafür sorgen, dass alle Sitzplätze verfügbar und nicht mit Taschen belegt worden sind. Zudem wurden Wünsche nach effektiveren Sperrgittern ebenso laut wie nach Erwachsenen, die an der Bushaltestelle für Ordnung sorgen. Allerdings habe sich nach einem offiziellen Brief des Landratsamtes an die Eltern zum Thema Bussicherheit niemand gemeldet, um sich zum Buslotsen ausbilden zu lassen, bedauerte Kienberger.

Die Überbelegung der Busse wurde von den Klassensprechern angeprangert, eine klare Antwort, wie dem abzuhelfen sei, vermissten die Schüler jedoch.

(ta/has)

„British Queuing“ statt zu drängeln, klappt in der Praxis wohl nur dann, wenn eine Autoritätsperson wie der Schulleiter Clemens Kink beim Einsteigen daneben steht. (Foto: has)

Die Fünftklässler messen den Bremsweg ab. (Foto: has)