Darbietungen von hoher Qualität - Frühlingskonzert in Oberalteich

24Mär2018

„Nichts gelingt gut, außer man vollbringt es mit Freude“, mit diesen Worten von Thomas von Aquin traf der stellvertretende Schulleiter des Veit-Höser-Gymnasiums Fritz Achatz den innersten Kern der Musik -und Kunstausbildung am Bogener Gymnasium. Oberstudienrätin Doris Köppel und Musiklehrerin Miriam Liebl verstehen seit vielen Jahren den Schülerinnen und Schülern jene Freude zu vermitteln, die Voraussetzung zum erfolgreichen Erlernen von Instrumenten und Gesang ist. Eine Freude, die bei vielen Mitgliedern des Schulorchesters, der Percussiongruppen, des Chores ein Leben lang anhalten und dieses dadurch wesentlich bereichern wird. Musik am Veit-Höser-Gymnasium ohne Boomwhackers, ohne Bodypercussion, eigentlich kaum denkbar! Nicht nur die bunten Kunststoffröhren unterschiedlicher Länge und damit unterschiedlicher Tonhöhe, die Boomwhackers brachten richtig Schwung in den Saal des Kulturforums Oberalteich; die Bodypercussionisten feuerten das Publikum im vollen Saal an, nicht nur mit „patsch, patsch, klatsch, klatsch“ mit zu machen, sondern unterschiedliche Bodypercussionsfiguren einzustudieren um zusammen mit Animateurinnen auf der Bühne exakt im Takt bleibend Teil der Schülerinnen und Schülergruppe zu werden.  Genauigkeit in den Einsätzen und Exaktheit im Rhythmus war auch die Stärke der Boomwhackers und Voraussetzung der Darbietungen hoher Qualität.  Das Orchester brachte ein Wiederhören bekannter und beliebter Filmmelodien (Star Wars, Jurassic Park und E.T.) mit guter Instrumenten-Gruppenaufteilung. Erstaunlich das profunde Können der Orchestermitglieder auf ihren Instrumenten. Flöten, Violinen, Violoncelli, Kontrabass, Holz- und Blechblasinstrumente, Klavier, Pauken und Schlagzeug wurden nicht nur mit großem technischem Können, vielmehr noch mit musikalischem Gefühl gespielt. Überraschend das sehr gute orchestrale Zusammenspiel, kein Instrument, keine Instrumentengruppe versuchte andere „an die Wand“ zu spielen. Besonders im Haupt-Programmpunkt, dem musikalischem Märchen „Peter und der Wolf“ von Segej Profjew, komponiert 1936, konnten die Schülerinnen und Schüler des Orchesters ihre musikalischen Qualitäten zeigen. Diese Bearbeitung von Gerhard Buchner zeigte in liebevoller Gestaltung die Charakteristika der Tiere, Vogel, Ente, Katze, dem Held der Geschichte, Peter, dessen Großvater und natürlich dem Wolf. Alles nimmt ein Happy End: Der Wolf, der die Ente fraß, vor dem alle Angst hatten, nur nicht Peter, kommt in den Straubinger Tierpark, selbst die Ente überlebte im Bauch des Wolfes. Alles anschaulich in Musik umgesetzt, wobei den einzelnen Protagonisten charakteristische Instrumente zugesellt waren, dem Vogel die Flöte, dem Wolf die Blechbläser, Peter die Streicher, Großvater das Saxophon. Auflockernd untermalt durch Choreinlagen des Schulchores, welcher unter der Leitung von Miriam Liebl auch in anderen Programmpunkten wie „Music Rocks“ mit sängerischem Elan und Freude am Singen glänzte. Eröffnet wurde der Abend mit Tschaikowskys „Trepak“ aus dessen Ballett „Der Nußknacker“. Bereits in diesem ersten Stück waren die Hörer vom musikalischen Können der Schülerinnen und Schüler des Veit-Höser-Gymnasiums begeistert, ebenso wie von dem Walzer Nr. 2 von Dimitri Schostakowitsch. 

(Rezension von Theodor Auer in der Bogener Zeitung, Ausgabe vom 24.03.2018)