Auf den Spuren Beethovens im Theater Regensburg

11Apr2018

Der vergangene Mittwoch war für die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe ein ganz besonderer Vormittag: Wir verbrachten einen Schultag im Theater Regensburg, der mit dem Besuch des Kinderkonzerts „Ludwig van Beethoven – Ein Komponistenportrait“ seinen Höhepunkt fand. Von kaum einem Komponisten gibt es so viele bekannte Porträts wie von Ludwig van Beethoven: Auf Gemälden sieht er meistens grimmig unter seinen wirren Haaren hervor. Obwohl man heute also ziemlich genau weiß, wie der weltberühmte Komponist ausgesehen hat, ist über sein Leben längst nicht alles bekannt – das beginnt schon mit seinem Geburtstag. Wir fragen uns: Woher stammte dieses Genie, das schon als Kind brillant Klavier spielte? Wie lebte und arbeitete der Komponist, der die klassische Musik für immer verändert und unzählige Meisterwerke geschrieben hat? Auch heute kennt schließlich noch fast jeder etwas von Beethoven, zum Beispiel den berühmten Ta-TaTa-Taaaa-Beginn seiner 5. Sinfonie, „Für Elise“ oder „Freude, schöner Götterfunken“. Aber wie konnte er diese geniale Musik schreiben, obwohl er bereits mit 27 Jahren begann, taub zu werden? Und warum hatte Beethoven nie eine Familie? Auf der Suche nach Antworten reisten unsere Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Regensburg und Schauspielern des Jungen Theaters Regensburg in das Wien der Beethoven-Zeit. Dort erlebten wir den Komponisten höchstpersönlich bei der Arbeit oder gemeinsam mit Kollegen und Freunden, wie etwa dem in Regensburg geborenen Metronom-Erfinder Johann Nepomuk Mälzel oder dem großen Beethoven-Förderer Fürst Lobkowitz. Den Soundtrack zu dieser Spurensuche lieferte das Philharmonische Orchester Regensburg mit großartiger Musik von Ludwig van Beethoven (u.a. Ausschnitte aus den Sinfonien Nr. 3 „Eroica“, Nr. 5 „Schicksalssinfonie“, Nr. 6 „Pastorale“ und Nr. 8, sowie dem 1. Klavierkonzert C-Dur). Im Anschluss an das Konzert erwartete uns ein ganz besonderes Erlebnis: Wir durften als einzige Schule exklusiv an einem Nachgespräch teilnehmen. Die für die Beethoven-Produktion verantwortlich zeichnende Dramaturgin sowie die beiden Schauspieler nahmen sich Zeit für uns und beantworteten geduldig viele Fragen rund um die Person Beethoven sowie den Probenalltag eines Schauspielers. Den Schultag im Theater rundete eine interessante Theaterführung ab, im Rahmen derer wir den ein oder anderen Blick hinter die Kulissen werfen durften. So konnten wir beobachten, wie in der Maskenwerkstatt Perücken in mühevoller Handarbeit entstehen und durften sogar den Kostümfundus erkunden, in dem ca. 30000 Kostüme aus unterschiedlichen Produktionen aufbewahrt werden.

(Miriam Liebl)