Ein Einblick in die Welt des Lichts – zu Besuch bei OSRAM in Regensburg

28Sep2018

Eine Schülergruppe des VHGs hatte im Rahmen des Enrichment-Programms die Möglichkeit, das OSRAM-Werk in Regensburg zu besichtigen und sich dabei mit den Grundlagen der Halbleiterherstellung zu beschäftigen. OSRAM Opto Semiconductors entwickelt und produziert Produkte rund um die Technologie optischer Halbleiter. Dazu gehören sowohl LEDs, die sichtbares Licht für unterschiedlichste Beleuchtungsanwendungen erzeugen, als auch andere Optohalbleiter, die nicht sichtbares Licht emittieren oder eintreffendes Licht empfangen und in Signale umsetzen.

Nach einer interessanten Einführung in die physikalischen und chemischen Grundlagen wurden die Anwendungsgebiete näher erklärt. Diese reichen von der Alltagsbeleuchtung über Virtual Reality, Fahrzeugassistenzsysteme bis hin zum Autonomen Fahren oder der biometrischen Entsperrung von Mobilgeräten durch die Iris-Erkennung.

Die Schüler erlebten in dem modernen Bürogebäude das „Human Centric Lighting Konzept“, das die Beleuchtung auf die Lichtbedürfnisse des menschlichen Biorhythmus abstimmt. Es gibt zu jedem Zeitpunkt am Tag einen „idealen“ Farbtemperaturwert für den Menschen – das künstliche Licht kann dort ausgleichen, wo das natürliche Licht diesen Idealwert nicht erreicht. Die Sensoren erfassen auch, wenn sich niemand in bestimmten Räumen und Bürobereichen aufhält. Sie schalten dann automatisch in einen Energiesparmodus und dimmen das Licht herunter.

Sehr informativ und spannend war die anschließende Führung durch das Werk selbst. Die Schülergruppe konnte beobachten, wie die Menschen im „Reinraum“ arbeiten.  Bei der Halbleiterfertigung würden die in der gewöhnlicher Umgebungsluft befindlichen winzigen Partikel bereits große Schäden verursachen. Deshalb wird die Konzentration der luftgetragenen Teilchen durch verschiedene Verfahren möglichst gering gehalten. Die Abläufe und Prozesse in der Fertigung sind komplett computergesteuert, um die Fehlerquote zu minimieren.

Im Basement beeindruckten sowohl die komplexe Technik als auch die Sicherungssysteme, die nötig sind, um das Produktionsequipment rund um die Uhr bereitzustellen.

Die Schüler und Lehrer erlebten einen interessanten Vormittag bei einem Hightech-Konzern, der insgesamt gut vier Milliarden Euro jährlich umsetzt und zu den größten Arbeitgebern der Region zählt.

(Meier/Reiner)