Auf der Suche nach dem Traumjob - Schüler und Eltern informieren sich beim „Tag der Ausbildung“ in der VHG-Dreifachturnhalle

08Nov2018

Wer hat denn schon als Siebt- oder Achtklässler oder vielleicht auch noch in der zehnte Klasse einer Mittel- oder einer Realschule oder eines Gymnasiums den großen Durchblick in Sachen Ausbildung und Beruf? Freilich wünschen sich die Jugendlichen eine Arbeit, die Spaß macht, und das in einem Beruf mit sicheren Zukunftsaussichten. Um die Suche nach einem Traumjob zu erleichtern, hat der Bogener Arbeitskreis Schule Wirtschaft zusammen mit der Realschule   am Freitag, 19.10.18 einen „ Tag der Ausbildung und Berufe“ in  der VHG-Dreifachturnhalle  organisiert.  33 Firmen und Institutionen aus dem Landkreis und der Stadt Straubing, darunter auch der Landkreis selbst und die Polizei, informierten auf einem vor allem praktisch ausgerichteten Markt der Möglichkeiten die vielen hochinteressierten,,  aus verschiedenen Schulen kommenden Schüler.

 „Mit dieser Veranstaltung wollen wir den Azubis von morgen ganz praktische Orientierungshilfen für die Berufswahl geben. An den  vielen hier aufgebauten Infoständen wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten und Chancen sich in unserer Region dafür bieten“, begrüßte Realschuldirektor Werner Groß,  der zusammen mit dem Realschulfördervereinsvorsitzenden Ludwig Waas  und dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Schule Wirtschaft Dr. Martin Kreuzer  federführend diesen Tag initiiert hatte, alle Info-Mitarbeiter sowie die vielen Schulleiter und weitere Persönlichkeiten der Öffentlichkeit.  Natürlich habe der Landkreis und er persönlich  dieses Projekt unterstützt, sagte Landrat Josef Laumer, der in Begleitung von Wirtschaftsreferent Martin Köck teilnahm.  Es sei beeindruckend, wie anschaulich sich die zahlreichen in unserer Region beheimateten Firmen präsentierten, darunter selbstverständilch auch der Landkreis samt Landratsamt.  Den  die Halle füllenden Schülerinnen und Schüler gab er den humorvollen Rat: „Merkt euch, wer Freude an der Arbeit hat, kann sich jeden Tag ein paar freudige Stunden machen“.

In Anwesenheit von schon die Stände belagernden und Info-Material sammelnden Schulklassen, die mit ihren Lehrern gekommen waren, oblag es Franz Prebeck als Schirmherr und Ehrenpräsident der  Handwerkskammer Niederbayern – Oberpfalz, die Ziele dieser echt praxisnahen Veranstaltung zu verdeutlichen, wobei er an den bereits im  Industrie- und Gewerbegebiet  Bogen-Furth 1997 zum ersten Mal erfolgreich durchgeführten Ausbildungstag erinnerte. An die  aufmerksam zuhörenden Schüler gewandt sagte er: „Nutzt diesen Tag und denkt daran, dass für eure berufliche Karriere nicht allein  Noten maßgeblich sind. Was zählt sind Fleiß, Engagement und Talent. Dann kann der ausgewählte Berufsweg, ob in dualer so erfolgreicher Art in Handwerk und Industrie oder in einem sonstigen der hier präsentierten Betriebe nach dem Motto „ Karriere mit Lehre" zum Traumjob werden, den man täglich gern ausübt“.  

 Dass einer langen Reihe von wichtigen Leuten das Anliegen „Welcher Job ist der richtige für mich?“ am Herzen liegt, wurde in weiteren Redebeiträgen deutlich. So stellte der Realschuldirektor fest, dass  dieser Freitag  am Vormittag für die Schüler und dann am Nachmittag für die Eltern ein hervorragendes Angebot sei, sich hautnah im Gespräch mit Meistern, Gesellen, Lehrlingen und allen anderen Infostand-Mitarbeitern ein Bild über den möglichen zukünftigen Beruf ihrer Kinder zu machen. Fördervereinsvorsitzender Ludwig Waas lobte diese Art einer Berufsbörse, mit der man als Trendsetter im Landkreis junge Leute verschiedener Schulgattungen sehr wirksam anspreche. „ Außerdem ist es auch für die hier anwesenden Betriebe wichtig, für ihren Nachwuchs die immer knapper werdenden Bewerber zu finden“.

Bogens Bürgermeister Franz Schedlbauer verwies  mit einem Zitat des bekannten Straubinger Seniorchefs Sennebogen „Wirtschaft ist nicht alles, aber ohne Wirtschaft ist alles nichts“ darauf, dass die heimische Region eine beeindruckend vielfältige Plattform an Ausbildungsmöglichkeiten biete und ebenso Wege öffne, eine berufliche Karriereleiter hinauf zu steigen. „ Als Kommunalpolitiker danke ich allen Firmen und Institutionen, die mit ihrem Lehrstellenangebot dafür sorgen, dass Schulabgänger nicht in die Metropolregionen abwandern, sondern bei uns die heimische Wirtschaft weiter stärken“.

Damit war der Weg frei für die Schülerinnen und Schüler, sich in diesem Markt der Berufsmöglichkeiten nach dem Motto „Packt die Gelegenheit beim Schopf, so viel Praxis auf einmal könnt ihr gar nicht wissbegierig genug ausnutzen“ umzusehen. Mit Geduld und Ausdauer stranden die Info-Mitarbeiter bereit zu erklären, vorzuführen, Fragen zu beantworten und eine Menge detailreicher Broschüren zu verteilen. Und  kaum war der Schülerschwung vorbei, kamen immer wieder schon am Vormittag interessierte Eltern, um ebenfalls die Berufsmöglichkeiten ihrer Sprösslinge auszuloten. 

(DW)