VHG-Musiktheatergruppe begeisterte mit „Tango mortale“- Krimikomödie witzig und mit Schwung serviert

09Feb2019

Ertönt da gleich zu Beginn ein Schuss und es gibt eine Leiche: Eine echt gruselige Sache würde man meinen, wenn nicht diese vermeintlich schaurige Kost von der Musiktheatergruppe des Veit-Höser-Gymnasiums als Musical mit viel Schwung in witzige Häppchen verpackt daherkäme. 

 Jedenfalls erlebten die zahlreichen begeisterten Zuschauer, die am Donnerstagabend die Dreifachturnhalle des VHG zur Aufführung der Krimikomödie „Tango mortale“ füllten, einen Riesenspaß. Und der wurde ihnen serviert von wie Profis schauspielernden Gymnasiastinnen und Gymnasiasten aus den zehnten bis zwölften Klassen plus drei ebenso perfekt agierenden Lehrern, die unter der mitreißenden Regie von Studiendirektor Hans Sagstetter zur Hochform aufliefen. Handlung, poppige Musik und Song-Evergreens bekannter Bands und dazu die beeindruckenden Darbietungen von zwei Tanzgruppen forderten immer wieder Szenenapplaus heraus.

In seinen herzlichen Willkommensworten, gerichtet an die vielen VHG-Freunde und  Eltern, unter ihnen die evangelische Pfarrerin Susanne Kim und Elternbeiratsvorsitzender Martin Tanne, verwies Oberstudiendirektor Clemens Klink als Schulleiter stolz auf die großartige Gesamtleistung der über 100 mitwirkenden Schüler in ihren  sowohl schauspielerischen, gesanglichen, tänzerischen  und instrumentalen Darbietungen, auf die Gestaltung von Bühnenbild und Programmheft, von Schminke, Kostümen, Technik und auf die Hauptverfasser des Librettos Marlene Löw ( Q 11) und Sophia Kagerbauer (10a). Bestens integriert dabei die Lehrer: Georg Tomys, ein trotz seiner Verbrecher aufspürenden Rolle ein amüsanter Oberkommissar, Simon Wech als „Leiche“, aber auch als Saxophonist und Chorleiter sowie der auf den Saxophon spielenden Johannes Buchner und die Lehrerin Sabine Reiß am Mikrofon mit der zweiten Stimme und der Programmheftgestaltung. Freuen dürfe  man sich auf  exzellente Tanzeinlagen der unter der anspruchsvollen Choreographie von Annabelle Junker (Q 11/12) und Regine Röhn (10. bis 5. Klasse) einstudierten temporeichen Akzente der beiden Tanz –AG–Mädchen.

Bereits im Programmheft konnte man sich in einer kurzen Einführung mit dem Inhalt des Stückes ein wenig bekannt machen. Die gesungene und überaus lebendig gespielte Geschichte, hervorragend aufgepeppt mit aus der „Austropop-Szene“ adaptierten Musik und Solos, die zudem mit  so tollen Ohrwürmern wie „Kriminaltango“ oder „ Sanctuary“ oder mit Abbas „ Chiquitita“ an die 60er,70er , 80er Jahre erinnert. Die Handlung beginnt mit einem mysteriösen Mordfall in der Stadt Wien. Ferdinand Navratil (Simon Wech), der Leiter der Tanzschule „Servas“ wird mitten in einer Tango-Tanzstunde von einem unbekannten Täter erschossen. Große Aufregung natürlich! Und nun liegt es an den drei Kommissaren Franz Kojak – er ist der Chef- (Georg Tomys), Hans Schuster (Fabian Binnermann, Q11) und Margarete Krause (Pauline Schildbach, Q 12) Licht in das Dunkel zu bringen. Zahlreiche Verdächtige und sich auffällig benehmende Personen bringen andauernd die Vernehmungen der Ermittler durcheinander und sorgen für Verwirrung bei der Aufklärung. Selbstverständlich ist der tote Ferdinand auch ein Fall für die Pathologie und die Presse in der Person der Reporterin Steffi Stern (Selina Eidenschink, Q 12)

Schließlich die spektakuläre Aufklärung am Ende dieses zu Recht „Tango mortale“ betitelten Musicals, das humorvoll und voller Intrigen das Publikum bis zum Schluss in Spannung hielt. Klar auch, dass am Ende sowohl die Zuschauer mit ihrem nicht enden wollenden Applaus wie alle sich vor dem Bühnenbild vereint zeigenden begeistert tanzenden Darsteller zusammen ein super Finale feierten.

(D.Wolf)