Jugend forscht Regionalwettbewerb in Passau

01Mär2019

Beim diesjährigen Regionalwettbewerb Jugend forscht in Passau konnten die sehr großen Erfolge des letzten Jahres leider nicht wiederholt werden. Aus dem Jugend forscht Team des Veit-Höser-Gymnasiums 2019 wurde ausschließlich Alexander Hafner mit dem 2. Platz im Fachbereich Technik ausgezeichnet. Am Freitag, den 01. März 2019, fand die Prämierung der besten Forschungsarbeiten an der Universität in Passau statt. 220 Schülerinnen und Schüler aus ganz Niederbayern nahmen mit 120 einfallsreichen Projekten an diesem (natur-)wissenschaftlichen Wettbewerb teil und präsentierten ihre Projekte aus den Bereichen Arbeitswelt, Mathematik, Informatik, Technik, Biologie, Chemie und Physik einer Jury und einem breiten Publikum.

Alexander Hafner (Q12, Fachbereich Technik) wurde für seine Arbeit „Linearmotor – Vom Hightech in die Schule“ mit dem 2. Platz geehrt. Im Theorieteil erläuterte er Anwendungsmöglichkeiten von Linearmotoren und deren Funktion. Insbesondere das Wirkungsprinzip des Gleichstrom-Kurzstator-Linearmotors und dessen Steuerung wurden erarbeitet. Im Praxisteil folgte dann der Bau eines Gleichstrom-Kurzstator-Linearmotor Prototypen. Dieser wurde schrittweise und in einzelne Komponenten gegliedert aufgebaut. Die Arbeit beschreibt den Bau aller Komponenten von der Fahrbahn über den Wagen, die Verkabelung und den Bau und die Programmierung der Steuerung.

Andreas Niedermeier (Q12, Fachbereich Biologie) beschäftigte sich mit der „Wunderwelt Geflügel“. Dabei wurden die Geflügelarten Hühner, Enten, Gänse, Puten, Wachteln, Tauben und Perlhühner die Entwicklungsstufen der einzelnen Arten und ihre Besonderheiten näher beschrieben. Des Weiteren wurden Versuche rund um das „Hühnerei“ durchgeführt. Zudem wurde die Legeleistung von Hühnern und bestimmte Verhaltensmuster von Geflügel untersucht.

Dennis Kurtaj (Q12, Fachbereich Chemie) befasste sich in seiner Arbeit „Halb leer oder halb voll? – Die Batterie“ mit dem Bau unterschiedlicher galvanischer Elemente. Der Schwerpunkt dieser Arbeit lag im Bau eines Lithium-Ionen-Akkumulators, die Zelle, die u.a. in Smartphones vorzufinden ist. Untersucht wurde hierbei eine „Dual-Carbon-Cell“, ob es sich bei der funktionierenden Zelle tatsächlich um einen Akkumulator handelt, indem Stromstärke und Spannung während des Auf- und Entladens gemessen und graphisch dargestellt wurden.

Timm Holzner (Q12, Fachbereich Chemie) behandelte das Thema „Farbige Chemie – Blütenfarbstoffe als natürliche pH-Indikatoren“. Der Schüler stellte Farbextrakte aus Rosen, Lavendel und Flieder mit unterschiedlichen (Extraktions)Verfahren her. Durch die Zugabe von pH-Puffern wurde daraufhin eine sogenannte „Farborgel“ hergestellt. Der Lavendelextrakt eignete sich dabei am besten, so dass dieser als Universalindikator ausgewählt wurde. Des Weiteren wurde noch Indikatorpapier hergestellt, das auf seine Funktionalität überprüft und optimiert wurde.

Johannes Fuchs (Q12, Fachbereich Arbeitswelt) fand heraus, dass man mit einem selbstgebauten Grill ein Hendl mit einer Infrarotstrahlung einer 100 Watt Glühbirne grillen kann. In seiner Arbeit wurde das Lichtspektrum, der Wirkungsgrad einer Glühlampe, sowie die Wärmedämmung von Styropor untersucht. Des Weiteren wurde das Dämmverhalten in Abhängigkeit der Dicke von Styroporlatten untersucht. Im (End)Ergebnis wurde dann ein Hendl innerhalb von 90 Minuten in dem selbst gebauten Grill mit einer 100 Watt Glühbirne komplett durchgegart.

Anna Schober (Q12, Fachbereich Physik) untersuchte „Umweltfreundliches Teekochen - der Wirkungsgrad beim Erhitzen von Wasser“. Dabei befasste sich die Schülerin mit dem Zusammenhang von Volumen und Oberfläche von Wasser in einem zylinderförmigen Behälter und gab einen Ausblick auf mögliche Folgen für das Erhitzen von Wasser. In mehreren Messreihen wurde dieser Zusammenhang praktisch beleuchtet. Des Weiteren wurden unterschiedliche Erhitzungsmöglichkeiten untersucht. Mit Hilfe der gewonnen Erkenntnisse konnten Vorteile für Gastronomiebetriebe und die Umwelt dargelegt werden.

Seit dem Schuljahr 2007/2008 können naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler ihrem Forscherdrang nachgehen und werden im Rahmen des Wahlkurses Jugend forscht in ihrer Arbeit vielseitig und intensiv gefördert. Dort haben interessierte Schüler die Möglichkeit, eigene Projekte zu entwickeln und sich weiterhin mit Begeisterung der Untersuchung von wissenschaftlich Unbekanntem zu widmen. Die individuelle Förderung besonders begabter Schüler über den Fachunterricht hinaus stellt einen wichtigen Bestandteil der naturwissenschaftlichen Ausbildung am Veit-Höser-Gymnasium dar.