Deutschunterricht der besonderen Art: Thomas Feibel liest für die 7. Jahrgangsstufe

14Mär2019

Als Abwechslung zum Grammatikunterricht, zur Literaturarbeit oder zur Aufsatzerziehung durften sich die Schülerinnen und Schüler der drei 7. Klassen im Rahmen des Deutsch-Unterrichts von dem Kinder- und Jugendbuch- Autor Thomas Feibel unterhalten und für Jugendliteratur begeistern lassen.

Der Tausendsassa Feibel, der nicht nur Kinder- und Jugendbücher, sondern auch Elternratgeber („Jetzt pack doch mal das Handy weg“) schreibt, für das Deutschlandradio, den WDR und das RBB-Fernsehen arbeitet, als Medienexperte das Büro für Kindermedien in Berlin leitet und als führender Journalist in Sachen Kinder und Computer in Deutschland für Stiftung Warentest, c´t, Familie & Co, Stafette, Dein Spiegel und viele andere publiziert, konnte zur Freude der Fachschaft Deutsch sowie der 7.-Klässler für eine Lesung am VHG gewonnen werden.

Aufgrund der begrenzten Zeit von 90 Minuten konnte er nur kurze Einblicke in seine verschiedenen Tätigkeiten gewähren. Besonders hellhörig wurden die Kinder, als der Medienexperte von seiner Tätigkeit als Tester von Computerspielen berichtete. Dabei bedauerte er eine auffällige Veränderung in der medialen Spiele-Landschaft. Mit zunehmender Spieldauer müsse immer mehr Geld ausgegeben werden, was schnell zu großen finanziellen Problemen führen könne, wenn man sich nicht frühzeitig ein Limit gesetzt habe.

Nach einer kurzen inhaltlichen Vorstellung drei seiner Jugendbücher durften die Schülerinnen und Schüler entscheiden, woraus er vorlesen sollte. Die Wahl fiel auf „Ich weiß alles über dich“. Die 16-jährige Schülerin Nina ist verzweifelt. Nach einer Party bekommt sie ständig SMS von einer fremden Nummer. Der Paketdienst liefert Dinge, die sie nicht bestellt hat. Das Mädchen muss sich eingestehen, dass sie Opfer eines Stalkers geworden ist, woraufhin ihr Leben erheblich aus dem Gleichgewicht gerät. Hilfe erhofft sie sich von Ben, den sie kennen lernt. Allerdings stellt sich heraus, dass sie gerade diesem auf einer anonymen Online-Plattform ihre Probleme bereits anvertraut hat...

Gebannt folgten die Schülerinnen und Schüler der Lesung sowie den immer wieder eingeschobenen  Erklärungen und Reflexionen des Autors. Trotz der ernsten Thematik kam auch das Lachen nicht zu kurz. Witzige Passagen der Lektüre oder schlagfertige Bemerkungen des Referenten führten immer wieder zur Erheiterung des jugendlichen Publikums.

Bevor der Gong die die Veranstaltung beendete, beantwortete Thomas Feibel noch verschiedene Fragen. Er berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen  mit einer Stalkerin, die ihn schließlich zu dieser Geschichte inspiriert hatten. Die Schüler interessierten sich auch für die Dauer der Entstehung eines Buches oder fragten nach, wie man einen Verlag finden könne, um selbst Autor werden zu können.

 

Bernd Winter