KJF Werkstätten Straubing zu Gast im P-Seminar „Medizinische & Soziale Berufe“

10Apr2019

Vertreter der Straubinger Werkstätten St. Josef einer Einrichtung der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg (KJF) verbrachten mit den Teilnehmern des P-Seminars „Medizinische & Soziale Berufe“ einen äußerst interessanten Nachmittag in den Räumen des Veit-Höser Gymnasiums. Seminarleiter Lutz Müller begrüßte kürzlich Christian Handwerker (Gruppenleiter Montage) sowie Ramona Schütz (Gruppenleiterin der Förderstätte für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen) sowie Kristina und Richard (Mitarbeiter der Werkstätte) an unserer Schule. Diese stellten an mehreren Stationen ihre Tätigkeiten vor, welche sie zusammen mit ihren  Mitarbeitern mit Behinderung überwiegend im Auftrag eines großen bayerischen Automobilkonzerns ausführen. Dabei geht es nicht nur darum, die Arbeiten zur Zufriedenheit des Auftraggebers zu erledigen, sondern vielmehr ist die Arbeit hier auch gleichzeitig Therapie (es handelt sich bei der Werkstätte St. Josef um eine Reha-Einrichtung für Menschen mit Behinderung). Durch Bildung, Förderung und passgenaue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung wird hier ein wichtiger Beitrag zur Inklusion und gleichberechtigten Teilhabe am Arbeitsleben in der Gemeinschaft geleistet.

Mit großer Begeisterung und Sorgfalt demonstrierten die beiden Mitarbeiter Kristina und Richard den P-Seminarteilnehmern, wie ihr Tagesablauf aussieht und was sie konkret zu erledigen haben. Erste Berührungsängste bezüglich des Umgangs mit  Menschen mit Behinderung verflogen sehr schnell, denn die heitere und unkomplizierte Art der KJF-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übertrug sich rasch auf alle Anwesenden und so war man umgehend beim „Du“, so dass eine äußerst angenehme Lernatmosphäre herrschte.

Neben den allgemeinen Arbeitstätigkeiten in den Einrichtungen der KJF informierten Christian Handwerker und seine Kollegin Ramona Schütz auch über die angebotenen Berufs- sowie Ausbildungsmöglichkeiten in den Werkstätten und der Förderstätte, wobei auch über mögliche Ferienjobs, Praktika, den Bundesfreiwilligendienst und das freiwillige soziale Jahr (FSJ)  in den Einrichtungen der KJF, in welchen über 1.500 Menschen mit und ohne Behinderung beschäftigt sind, eingegangen wurde.

Zum Abschluss galt es dann noch eine Herausforderung der besonderen Art zu meistern: die Seminarteilnehmer durften sich gegenseitig mit Essen verköstigen (Anmerkung: „füttern“ ist hier/ in der Pflege ein unpassendes Wort); bei dieser Übung galt es, seinem Gegenüber (inklusiv Lehrer Müller) einen Becher Joghurt einzugeben, was im ersten Moment etwas merkwürdig, da ungewohnt für alle Beteiligten war. Aber nach den ersten Löffeln kam dann ziemlich schnell die entsprechende Sensibilität und das Bewusstsein für diese Tätigkeit, welche für uns Menschen ohne körperliche Einschränkung selbstverständlich ist, nicht jedoch für Menschen mit Handicap.

Zum Abschluss dieses sicher nicht alltäglichen Nachmittags bedankte sich Seminarleiter Müller mit einer kleinen Aufmerksamkeit bei den vier KJF-Mitarbeitern und stellte besonders die Leistung der beiden Mitarbeiter Kristina und Richard heraus, die ihre Aufgaben souverän vor den interessierten VHG`lern meisterten.

 

MüL