Experiencia España – Schüleraustausch mit Badajoz

08Mai2019

Spanien fühlt sich leicht an, leichter als Deutschland. Obwohl wir mehr als 2000 km von unserer Heimat entfernt waren, fühlten wir uns wohl und gut aufgehoben. Das lag nicht nur an dem sommerlichen Wetter und der schönen Landschaft Extremaduras, sondern auch an der unglaublichen Gastfreundschaft der Spanier. Die Lehrer und Gastfamilien engagierten sich sehr, um uns die spanische Kultur näherzubringen. Wir besuchten die Schule „IES Barbara de Braganza“ und unternahmen Ausflüge nach Lissabon, Caceres und Merida. Der Elevador de Santa Justa, die Kathedrale Se, der Torre de Belem in Lissabon, das mittelalterliche Stadtbild von Caceres mit den vielen Palästen, das römische Theater und das Nationalmuseum für römische Kunst in Merida gehörten zu den kulturellen Höhepunkten der Fahrt und wir erfuhren viel über die bewegte und oftmals tragische Geschichte der Grenzregion zu Portugal. Ein Erlebnis der besonderen Art war die Wanderung am Drehort von „Game of Thrones“. Beeindruckend waren die glatten Granitfelsen von Los Barruecos, auf denen zahlreiche Störche ihre Nester gebaut hatten. Das Museo Vostell in den historischen Räumen einer Wollwäscherei mitten zwischen Eichenwäldern überraschte uns mit seiner modernen Kunst.

Die Herzlichkeit der Menschen und vor allem die der Gastfamilien und Lehrer aber war es, die uns alle erfüllte und uns ein Gefühl von Zuhause gegeben hat. Die freundliche Atmosphäre und das ständige spontane Tanzen und Singen der Spanier riss uns oft mit. Nicht zu vergessen ist natürlich das überragend gute Essen, auch wenn die Massen, in denen wir es angeboten bekamen, oft zu einem scheinbar unüberwindbaren Gefühl der Fülle führte. Badajoz, die Universitätsstadt mit ca. 150 000 Einwohnern, ist der ideale Ort für unseren Schüleraustausch. Sie ist sehr vielfältig und jedem, der dazu bereit ist, wird sie sich öffnen und einen auf die unterschiedlichste Art und Weise beeindrucken.

Niemand hatte im Vorfeld erwartet, dass ein paar von uns zum Schluss kaum mehr nachhause wollten. In dieser Woche lernten wir neben der spanischen Sprache und Kultur auch viel über uns selbst.

Nicht die Landschaft oder die Sehenswürdigkeiten machen diesen Ort zu etwas Besonderem, es sind die Menschen. Es ist ihre Offenheit, die so anziehend und ansteckend für uns ist. Die Freiheit, die so mancher Spanier in sich trägt, ist immer noch unbegreiflich für mich. Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass die Teilnahme an diesem Schüleraustausch eine der besten Entscheidungen war, die ich bis jetzt getroffen habe.

Leonie Kreutzer (10b)

Organisation und Reiseleitung: M.Weiß, J.Meier, C.Weinmann