Seriöse Nachricht oder Fake News?

11Mär2020

 

Am 21.02.2020 - also unmittelbar vor den Faschingsferien -  beschäftigte sich die Klasse 10b im Rahmen des Deutschunterrichts mit der Fragestellung aus der Überschrift.

 Die Stadtbibliothek Straubing lädt zur Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz u.a. zum Workshop „Alles Fake oder was!? – Fake News erkennen und entlarven“ SchülerInnen ein, um einen Vormittag lang vor Ort zu diesem Thema zu arbeiten. Begleitet von OStR Bernd Winter machte sich die Klasse 10b mit dem Zug auf den Weg nach Straubing. Im historischen Salzstadel, der Heimat der Straubinger Stadtbibliothek, wartet ein höchst informativer Schulvormittag auf die Bogener.

Frau Herbst von der Stadtbücherei Straubing beschäftigte sich im ersten Teil des Workshops mit der Theorie: Zunächst wurde der Begriff „Fake News“ definiert und es wurden weitere Formen von Fake News genannt, z. B. Clickbaits, Phishing, Fake Charity, usw. Anschließend erklärte Frau Herbst, warum es überhaupt Fake News gibt. Sie nannte als Gründe u.a. finanzielle Interessen, Manipulation von Meinung und Verbreitung von Angst und Hetze. Vor allem mit Hilfe von sogenannten Social Bots, das sind Computerprogramme, die automatisiert bestimmte Aufgaben erfüllen, und mit Algorithmen, die analysieren, wonach man gesucht hat und dann gezielt Informationen filtern, können sich Fake News verbreiten. Im Gespräch mit den Zehntklässlern erarbeitete Frau Herbst dann eine Liste von Merkmalen, anhand deren man Fake News erkennen kann. So sollte man als kritischer und aufmerksamer Medienkonsument immer die Quelle für eine Meldung überprüfen, zum Zweiten kann man sich beispielsweise im Impressum Informationen zum Autor holen. Darüber hinaus gilt es, das Erscheinungsdatum einer Meldung im Blick zu haben. Natürlich muss der Inhalt einer Meldung auf seine Plausibilität hin untersucht werden. Schließlich kann man auch am Bildmaterial überprüfen, ob man Fake News oder seriöse Nachrichten vor sich liegen hat.

All dieses Wissen konnten die SchülerInnen im sich anschließenden praktischen Teil des Workshops anwenden. In Gruppen aufgeteilt und mit einem Tablet ausgestattet überprüften die SchülerInnen, ob das ihnen vorliegende Beispiel für eine Nachricht fake, teilweise fake oder realistisch ist. Mit Hilfe verschiedener Internetseiten (z. B. Rückwärtsbildersuche bei google) recherchierten die Zehntklässler engagiert und konzentriert und kamen (fast) immer zu den richtigen Ergebnissen.

An dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Stadtbibliothek Straubing und an Frau Herbst für dieses tolle Angebot. Die Klasse 10b des VHG konnte an diesem Vormittag ihre Medienkompetenz enorm ausbauen und ist für künftige Rechercheaufträge im Rahmen des Unterrichts bestens ausgebildet. Aber natürlich sollte der Vormittag auch dazu gedient haben, um die Jugendlichen im Privaten zu kritischen und aufgeklärten Medienkonsumenten zu machen.

Christine Sommerfeld (Deutschlehrerin der Klasse 10b)