Viel Lob für die Absolvia - Feierliche Verabschiedung der Abiturienten

Bei der feierlichen Verabschiedung der Absolvia 2024 am Freitagvormittag im Veit-Höser-Gymnasium in Bogen haben die 51 Mädchen und Burschen mit ihren hervorragenden Leistungen – 14 der jungen Leute stachen mit Noten von 1,0 bis 1,5 ganz besonders hervor – selbst für den besonderen Glanzpunkt bei der Verleihung der Abiturzeugnisse gesorgt.
Gut gefüllt war die Pfarrkirche Sankt Peter und Paul beim kirchlichen Auftakt am frühen Vormittag. Dabei fand Pfarrerin Susanne Kim passende Worte und verglich den schulischen Weg der jungen Leute mit einer Wanderung in den Bergen, an deren Ende sich, nach vielen Unsicherheiten, am Gipfel endlich ein freier Blick biete.
Nach der Rückkehr zur Schule fand für die Absolvia und die weiteren Gäste zunächst ein Sektempfang statt. Die Feier in der Aula wurde dann durch das Schulorchester unter Leitung von Oberstudienrätin Miriam Liebl eröffnet. Das Orchester wartete im weiteren Verlauf noch mit mehreren musikalischen Einlagen auf. Schulleiter OStD Clemens Kink richtete Willkommensworte an eine Vielzahl von Personen, die bei der Vorbereitung beteiligt waren, und auch an eine Reihe von Ehrengästen, die mit ihrer Anwesenheit die Bedeutung dieser Feier zur Verleihung der Abiturzeugnisse unterstrichen. Vor allem, so Kink, gelte es aber, den Absolventen zu gratulieren, die bei der Abiturprüfung Erfolg hatten. Mit einem Notendurchschnitt von 1,99 hätten diese in der Jahrgangsstatistik für das bisher beste Abitur-Ergebnis am VHG gesorgt. Landrat Josef Laumer hob in seinen Ausführungen die guten beruflichen Chancen erfolgreicher junger Menschen im Landkreis hervor. Dieser Jahrgang verdiene Respekt gleich in vielerlei Hinsicht, betonte auch Bogens Bürgermeisterin Andrea Probst, die neben der schulischen Leistung auch das erfolgreiche Benefizspiel der "Absolvia Finalissima" und die damit mögliche Unterstützung der Bettina-Bräu-Stiftung herausstellte. Die Wertigkeit des bayerischen Abiturs hat für MdL, Josef Zellmeier besondere Bedeutung im Zusammenhang mit der hervorragenden schulischen Leistung und dem sozialen Engagement dankte er vor allem den Lehrkräften und den Eltern. „Ihr habt voll ins Schwarze getroffen“, sagte Elternbeiratsvorsitzende Sabine Paul, die auch in ihren weiteren Ausführungen geläufige und zutreffende Redewendungen einbaute.
Als Sprecher der Absolvia lobten Susanne Kiefl und Tim Bucher das Vertrauensverhältnis mit den Lehrkräften und den Gemeinschaftsgeist, der sich einmal mehr beim Abi-Streich und dem gezeigten Verständnis des Schulleiters zeigte. „Theorie haben wir gelernt, die Praxis müssen wir jetzt erfahren“, meinten die beiden, die eine Anzahl von Personen mit Präsenten erfreuten.
Schulleiter Kink ging auf den Begriff „Abiturient“ ein – dieser bedeute „derjenige, der weggehen wird“ – und betonte, dass an diesem Tag in einem gewissen Sinn auch der Übertritt in das Erwachsenenalter gefeiert werde. „Wissen und Können verlieren an Wert“, sagte er und mahnte, dass der Mensch sich auf andere Dinge konzentrieren müsse, die ihn einzigartig machten und abhöben von der ständig stärker werdenden künstlichen Intelligenz. Dazu gehörten echte Emotionen, Bewusstsein und persönliche Erkenntnisse über eigene Fehler und der Wille, aus ihnen zu lernen. „Wir entlassen euch“, so der Schulleiter an die Abiturientinnen und Abiturienten gewandt, „in eine Welt, die in vielerlei Hinsicht aus den Fugen zu geraten scheint, in der bisher selbstverständliche Werte infrage gestellt werden." Es sei nicht leicht, in diesem Umfeld zu bestehen.
Begleitet von kurzen Texten über die persönlichen Vorlieben, Neigungen und Berufswünsche der 51 Mädchen und Burschen gab es aus den Händen von Schulleiter Clemens Kink mit Unterstützung weiterer Lehrkräfte auf dem Podium die Aushändigung der Zeugnisse und die Überreichung der Ehrenpriese für besondere Leistungen. Mit der gemeinsam gesungenen Bayernhymne endete die Abschlussfeier in der Schulaula.

Text: Johann Groß, Straubinger Tagblatt (01.07.2024)
Fotos: Frau Ebenbeck-Bosl 

 

Foto 1: Unsere Jahrgangsbesten mit Schulleiter Clemens Kink. 
1. Reihe v.l.n.r.: Max Eichhorn (1,5), Susi Kiefl (1,0), Florian Leutschafft (1,1), Lars Gruber (1,0), Bastian Wolf (1,0), Emily Köstlmeier (1,3), Elena Schuster (1,0).  2. Reihe v.l.n.r.: Julius Seidl (1,0), Tim Bucher (1,3), Milena Heckel (1,0), Lena Bauer (1,2), Jakob Obermeier (1,4), Christoph Leopoldi (1,1), Diana Mihaly (1,5). Wir gratulieren sehr herzlich zu den herausragenden Leistungen!