MINT Chemie

Olympiade auf chemische Art

Im Rahmen der Internationalen ChemieOlympiade (IchO) 2024 wurden die beiden Q12 Schüler des Veit-Höser-Gymnasiums Daniele Lopomo und Lars Gruber für ihre hervorragenden Ergebnisse in den ersten Runden zum Landesseminar in Trostberg eingeladen. Beide „VHG-Chemiker“ gehörten mit ihren erreichten Ergebnissen zu den 20 besten Chemiker Bayerns!

Mit diesem Landesseminar findet das naturwissenschaftliche Engagement und die erbrachten Leistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hohe Anerkennung. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich theoretisch und vor allem auch praktisch weiterführend mit der Chemie und gewinnen wertvolle Einblicke in einen modernen Chemiebetrieb. Damit konnte unter anderem auch ein Beitrag zur beruflichen Orientierung geleistet werden, was auch gelang! Denn sowohl Daniele Lopomo als auch Lars Gruber streben ein Chemiestudium an. Des Weiteren bietet das Landesseminar ein Forum für engere Kontakte zwischen Schule, Hochschule und Industrie.

Das Veit-Höser-Gymnasium und besonders der naturwissenschaftliche Bereich ist besonders stolz auf die herausragenden Leistungen der beiden „Weltklasse-Chemiker“ und wünscht beiden weiterhin so viel Freude und Motivation, sich mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Es folgt ein Bericht vom Landesseminar der beiden Schüler Daniele Lopomo und Lars Gruber:

Als Preis zum Erreichen der besten 20 in Bayern wurden wir nach Trostberg zur Alzchem mit 18 weiteren motivierten und interessierten Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Landesseminars der IchO eingeladen. Teil des Programms war am ersten Tag eine Werksführung und Unternehmensvorstellung von BASF und Alzchem, Vorträge zur Kreatinherstellung sowie ein Einblick in die Bauchemie, die Modifikation der Fließfähigkeit von Zement mit Additiven. Am zweiten Tag stand ein Praktikum zur Herstellung des Schmerzmittels Parazetamol aus Essigsäureanhydrid und p-Aminophenol auf dem Programm. Begleitet wurden wir den Tag über von Auszubildenden als Chemielaborantinnen und Chemielaboranten der BASF, in dessen Räumlichkeiten auch das Praktikum stattfand. Vormittags wurde das gewünschte Produkt hergestellt, durch Umkristallisierung und Vakuumfiltration aufbereitet sowie im Trockenschrank getrocknet. Nachmittags wurde das hergestellte Schmerzmittel auf Reinheit untersucht, was mithilfe der Schmelzpunktanalyse, Fotometrie und HPL-Chromatografie gelang. Abends fand ein belebter Experimentalvortrag von zwei Studenten der LMU München statt, bei dem verschiedenste Facetten der Chemie wie Flammenfärbung, pH-Indikatoren, Löslichkeit und viele mehr auf interessante Art und Weise beleuchtet wurden.
Insgesamt ein mehr als gelungener Aufenthalt im doch so ruhigen Trostberg. Jedem naturwissenschaftlichen interessierten Menschen kann man dieses Programm nur ans Herz legen, da man exklusive Einblicke in den chemischen Werdegang nach der Schule erhält und die Faszination nur gesteigert wird.