Religion / Ethik

Religion:

Warum Religionsunterricht am Gymnasium?

„Angesichts einer beschleunigten Individualisierung und Pluralisierung unterstützt der Religionsunterricht die Gymnasiasten darin, christliche Lebensorientierung … zu finden … Den gläubigen Schülern hilft er, ihr Christsein reflektierend zu verantworten und zu vertiefen; die suchenden oder dem Glauben bewusst fernstehenden jungen Menschen regt er an, sich mit christlichen Positionen auseinanderzusetzen und den eigenen Standpunkt zu überdenken. Bei denjenigen, die sich gleichgültig zeigen, weckt er zudem Gespür für die Lebensbedeutsamkeit religiösen Fragens. Ähnlich gilt dies alles für die ungetauften Schüler, die sich für dieses Fach entscheiden.“ (Fachprofil des Lehrplans für Katholische Religionslehre von 2009; ähnlich das Fachprofil für Evangelische Religionslehre)

Wie sieht Religionsunterricht konkret aus?

Der Unterricht in Evangelischer bzw. Katholischer Religionslehre umfasst zwei Wochenstunden. Dass neben der Theorie die Praxis nicht zu kurz kommt, dafür sorgen zum einen Unterrichtsgänge in die Kirchen in Bogen (5. Jahrgangsstufe), in die Synagoge (9. Jahrgangsstufe) oder die Moschee in Straubing (7. Jahrgangsstufe). Auch holen wir uns immer wieder „Besucher“ in den Unterricht, wie z.B. eine Meditationslehrerin oder einen Mitarbeiter des Hospizvereins. Zum anderen versuchen wir viel Raum für die persönliche Auseinandersetzung der SchülerInnen mit dem jeweiligen Thema zu schaffen.

Zum anderen bietet das VHG viel Raum für ein soziales Engagement, z.B. durch die Beteiligung am gepa-Laden oder der amnesty-Gruppe, die sich beide aus dem Religionsunterricht heraus entwickelt haben, und zwar durch das Engagement der SchülerInnen.

Sehr wichtig sind uns auch die für alle SchülerInnen offenen Meditationen im Advent und in der Fastenzeit, obwohl manchmal nur sehr wenige daran teilnehmen. Für uns heißt das: Wir müssen uns vermehrt anstrengen, die Jugendlichen die Bedeutung von kleinen „Ausstiegszeiten“ aus dem Alltag erleben und spüren zu lassen, damit sie offen werden für die Aufbrüche und Neuanfänge im Leben.

Welche Materialien gibt es?

Link zum Grundwissensheft Katholische Religionslehre für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 zum Ausdrucken für diejenigen SchülerInnen, die ihr Grundwissensheft ergänzen müssen oder wollen.

(E. Perschl)

Ethik:

Der Philosoph Immanuel Kant hat im 18. Jahrhundert vier Grundfragen der Philosophie formuliert: „Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?“

Diese Fragen sind auch heute allgegenwärtig und lassen sich weiter präzisieren. Was ist der Sinn des Lebens? Macht Geld glücklich? Wie gehe ich mit Konflikten um? Habe ich einen freien Willen? Was sind 300 Freunde bei Facebook Wert? Kaufe ich Billigware oder doch lieber Fairtrade-Produkte? Was ist gerecht?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen möchten wir uns im Ethikunterricht auseinandersetzen. In einer pluralen Gesellschaft möchte der Ethikunterricht versuchen, die Schüler bei ihrer Suche nach Orientierung zu unterstützen. Ziel ist es, miteinander ins Gespräch zu kommen und dabei die ethische und allgemeine Argumentationsfähigkeit zu schulen. So sollen die Schüler dialog- und konfliktfähig werden und Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt entwickeln.

Auch die Beschäftigung mit verschiedenen Weltreligionen und Weltanschauungen spielt eine zentrale Rolle. In diesem Zusammenhang werden gemeinsam mit der Fachschaft Religion Exkursionen in Gotteshäuser unterschiedlicher Weltreligionen unternommen.

(S.Reiner)

Aktivitäten aus dem Fachbereich Religion / Ethik

Amnesty

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Berufliche Orientierung

Hospiz – täglich gelebte Gastfreundschaft: Besuch der Leiterin des Johannes-Hospizes in Pentling

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Religion/Ethik

Kreativer Religionsunterricht auch auf Distanz möglich - Projekte in de 6. und 10. Jahrgangsstufe

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